«Thelonious Monk & Sonny Rollins» (1954)

Ein introvertierter Exzentriker der eine, ein selbstbewusster Saxophon-Koloss der andere: Thelonious Monk und Sonny Rollins haben nicht oft zusammen gespielt. Die wenigen Alben aus den 50er Jahren aber, auf denen sie gemeinsam zu hören sind, sind allesamt Klassiker.

Mitte der 50er Jahre hatte der Pianist Thelonious Monk ein schwieriges Jahrzehnt hinter sich - seine Alben bei Blue Note verkauften sich nicht gut, und die Band mit Coltrane, die Monk endgültig in den Jazz-Olymp katapultieren würde, musste erst noch gegründet werden.

Sonny Rollins seinerseits hatte zwar kein Krisenjahrzehnt hinter sich, aber auch seine ganz grossen Einträge in die Jazz Geschichte standen ihm noch bevor.

Dass aber beide, Thelonious Monk und Sonny Rollins, Mitte der 50er Jahre schon längst bereit waren für die ganz grosse Bühne, das zeigen ihre gemeinsamen Aufnahmen aus dieser Zeit. Die beiden Musiker mögen als Figuren noch so unterschiedlich sein - sobald das Band läuft, grenzt das gegenseitige Verständnis zwischen den beiden an Telepathie.

Redaktion: Jodok Hess