Anthony Braxton, der vielseitige Phantast

«Anthony Braxton ist im besten Sinne des Wortes ein Phantast und hat eine utopische Herangehensweise.» Das sagt der Posaunist Roland Dahinden über seinen ehemaligen Lehrer. Das Werk des 1945 geborenen Altsaxophonisten ist ebenso gross wie vielgestaltig.

Braxton hat vom Alto-Solo bis zum Orchesterstück mit vier Orchestern alles ausprobiert. Er hat Jazzstandards aufgenommen, aber auch komplex strukturierte Improvisationen mit Musikern verschiedenster Herkunft. Und seine musikphilosophischen Schriften füllen mittlerweile dicke Bände.

Wer sich seine Diskographie vornimmt, braucht viel Zeit - Anthony Braxton hat sein Schaffen extensiv dokumentieren lassen. In der «Jazz Collection» ist in einer Stunde immerhin ein Einblick zu schaffen. Der Saxophonist und ehemalige DRS-Jazzredaktor Jürg Solothurnmann und der Posaunist Roland Dahinden sind zu Gast bei Peter Bürli.

Autor/in: Peter Bürli