Booker Ervin – ein unerschrockener Traditionalist

Die Wurzeln des Tenorsaxophonisten Booker Ervin sind geographisch und auch spielerisch festzumachen: Er wuchs in Texas auf, und in seinem Spiel hatte er die Kraft und den Sound der sogenannten Texas Tenors. Aber nicht nur das.

Symbolbild: Eine Person spielt Saxophon
Bildlegende: Booker Ervin spielte unter Anderem mit Charles Mingus. Ervin verstarb mit nur 40 Jahre. Imago/ Andreas Weihs

Neben dem Erbe seiner Vorgänger aus Texas ist in Booker Ervins Spiel immer wieder Dexter Gordon auszumachen. Und mit dem teilt er auch den nie versiegenden Ideenfluss, die klare Verhaftung in der Tradition und den grossen Sound. Booker Ervin aber war ein unerschrockener Traditionalist, sein frühes Engagement bei Charles Mingus zeigte ihm Wege ins Freie und machte ihm Mut, auch unkonventionellen Spuren zu folgen. Sein früher Tod mit nur vierzig Jahren unterbrach einen Entwicklungsprozess, der mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen war.

Erstausstrahlung: 20.10.15

Moderation: Annina Salis, Redaktion: Beat Blaser