Fats Navarro – the Biggest Sound

Er wurde nur 26 und konnte seine Musik nur in den letzten sieben Jahren seines Lebens dokumentieren. Gemessen an diesen Umständen ist es schlichtweg sensationell, was für einen Einfluss der Trompeter Theodore «Fats» Navarro auf die Jazzszene bis heute ausübt.

Porträt von Fats Navarro, New York, N.Y., zwischen 1946 und 1948.
Bildlegende: Porträt von Fats Navarro, New York, N.Y., zwischen 1946 und 1948. Library of Congress/William P. Gottlieb

Hätten die Entwickler von Columbia Records doch nur etwas schneller gearbeitet! Denn dass der geniale Trompeter Fats Navarro keine 30 wurde, ist schon schlimm genug (was hätte dieser junge Trompeter mit dem unglaublichen Sound noch alles erreichen können!).

Zu einem empfindlichen Verlust für die Jazzgeschichte wird dieser frühe Tod aber erst recht, wenn man sich vor Augen hält, dass die 12inch-LP erst rund zwei Jahre vor Navarros Tod auf den Markt kam.

In dieser Zeit war Navarro von Tuberkulose und Heroinsucht bereits deutlich geschwächt, sodass seine vielleicht grösste Stärke, die Entwicklung wunderbar melodiöser Soli über längere Zeit, kaum dokumentiert worden ist.

Wie Fats Navarro dennoch zu einem der einflussreichsten Jazztrompeter der Geschichte wurde, das diskutiert Daniel Schenker als Gast von Jodok Hess in der Jazz Collection.

Erstausstrahlung: 24.09.13

Autor/in: Jodok Hess