Nina Simone – Vorkämpferin der Schwarzen Musik

Ein Parfum-Werbespot verhalf ihr 1987 zum Comeback, mit dem Song «My Baby Just Cares For Me». Doch Nina Simone war weit mehr als eine One-Song-Frau. Als Komponistin, Sängerin und Pianistin hat sie eine ganze Generation geprägt. Gast ist die Sängerin Christina Jaccard - sie bekennt sich als Fan.

Im Verlauf ihrer Karriere engagierte sich Nina Simone stark für die Bürgerrechtsbewegung in den USA.
Bildlegende: Im Verlauf ihrer Karriere engagierte sich Nina Simone stark für die Bürgerrechtsbewegung in den USA. Keystone

Geboren am 21. Februar 1933 als Eunice Kathleen Waymon in North Carolina, nahm sie später aus Verehrung für die Schauspielerin Simone Signoret den Künstlernamen Nina Simone an. Ausgebildet an der Julliard School, strebte die begabte Pianistin ursprünglich eine klassische Karriere an, die ihr aber verwehrt blieb.

Als sängerische Autodidaktin landete Nina Simone 1958 mit «I Loves You Porgy» ihren ersten Hit. Der Start zu einer Plattenkarriere, die Ende der 1970er Jahre abflaute und erst mit dem Comeback 1987 wieder an Schwung gewann.

Im Verlauf ihrer Karriere engagierte sich Nina Simone stark für die Bürgerrechtsbewegung in den USA. Sie lebte zeitweise auf Barbados und in Liberia, wählte 1992 Südfrankreich als Wohnsitz, wo sie 2003 starb. Zu ihrem Begräbnis kamen unter anderen Miriam Makeba und Patti Labelle, und Elton John schickte Blumen.

Die Gospel- und Bluessängerin Christina Jaccard würdigt Nina Simone als Gast von Andreas Müller-Crepon.

Autor/in: Beat Blaser, Moderation: Andreas Müller-Crepon