Till Brönner am Jazznojazz Festival Zürich 2013

Till Brönner, der Popstar und Jazzvirtuose, ist mit seinem aktuellen Album zum instrumentalen Jazz zurückgekehrt: Und den groovigen Jazz der 1970er-Jahre zelebrierte er auch an seinem Konzert am Jazznojazz Festival in Zürich.

Till Brönner
Bildlegende: Till Brönner Andreas Bitesnich

Genauer, jene Mischung aus Hardbop und Soul, jene Mischung aus Kunst und Kommerz, die der Labelchef und Trompeter Creed Tayler für sein Label CTI vorantrieb. Creed Taylor konnte damals in den 1970ern Freddie Hubbard für sein Label gewinnen; der Trompeter spielte auf seinem Album mit Joe Henderson, Herbie Hancock, Ron Carter und Lenny White: also mit Saxofon, Keyboards, Bass und Schlagzeug.

Und genau für diese Besetzung hat sich auch Till Brönner entschieden: die Neuauflage des CTI Sounds klingt etwas geschliffener als das Original, weniger angriffig.

Die Lässigkeit und die Virtuosität der grossen Idole haben Brönner und seine Kollegen allerdings ins Heute hinübergerettet - mühelos. Der Trompeter hat am Jazznojazz Festival das Publikum von den amerikanischen Smoothjazz-Giganten Bob James und David Sanborn geerbt und ohne viel Gerede für sich gewonnen: Ganz einfach mit seiner Musik.

Autor/in: Annina Salis