Galapagos – Eroberung

  • Mittwoch, 20. August 2014, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 20. August 2014, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 21. August 2014, 1:00 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 22. August 2014, 11:25 Uhr, SRF 1
Video «Galapagos – Eroberung» abspielen
Video nicht mehr verfügbar

Es mag überraschen, dass ausgerechnet die Galapagosinseln für ihren Artenreichtum berühmt wurden. Immerhin ist das Leben hier sehr kräftezehrend. Am Äquator ist es heiss, das Wasser ist knapp. Es dominiert nackter, vulkanischer Fels. Das Erfolgsrezept von Flora und Fauna lautet: Anpassung.

Der Galapagos-Archipel besteht aus 16 grösseren Inseln und zahllosen Felsklippen. Der halbmondförmige Felsen, der steil aus dem Pazifik ragt, ist die Insel Tortuga . Wie alle Galapagosinseln bietet auch Tortuga vielen Tieren und Pflanzen einen einmaligen Lebensraum. Es gibt Seelöwen und viele nistende Vögel, vor allem Tölpel und Galapagos-Möwen.

Die jüngste Galapagosinsel «Fernandina» ist abweisend und unwirtlich. Trotzdem hat eine Tierart ihre Küste besiedelt. Die Galapagos-Meerechse. Sie hat sich zu einem wahren Spezialisten für das Überleben in diesem rauen Umfeld entwickelt. Sie ernährt sich vom Seetang, was für das wechselwarme Reptil ein Problem ist. Denn schon nach ein paar Minuten im Meer ist es regelrecht ausgekühlt und braucht dringend Wärme. Zum Glück hilft ihm seine Haut, schnell wieder Wärme zu tanken.

Bäume haben meist recht grosse Samen. Und die schaffen es nur selten auf die Galapagosinseln. Kleinere Samen können leichter vom Wind fortgetragen werden. Und so haben es Mitglieder der Löwenzahn-Familie bis hierher geschafft. Weil es keine Konkurrenz gab, wurden sie immer grösser. Diese besondere Löwenzahnart heisst Scalesia und bildet auf Galapagos einen Grossteil des Waldes. Ohne diesen, könnten viele Tierarten nicht überleben.