Galapagos – Schöpfung

  • Mittwoch, 13. August 2014, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 13. August 2014, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 14. August 2014, 1:00 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 15. August 2014, 11:25 Uhr, SRF 1
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Kaum ein Ort ist so aussergewöhnlich wie die Galapagosinseln. Diese Ansammlung von Vulkaninseln im Pazifik ist vor allem bekannt für seine Tierwelt. Die Galapagosinseln wirken wie ein Experiment der Natur, weil sich die Evolution hier in völliger Isolation abspielen konnte.

In dieser Folge beleuchtet David Attenborough die Hintergründe der Entstehung der faszinierenden Inselgruppe. Der grosse britische Naturforscher nimmt uns mit in diese spezielle Welt und erklärt, wie aus steriler Ödnis einer der weltweit facettenreichsten Lebensräume entstand. Als entscheidende Faktoren spielten gewaltige Vulkaneruptionen, ferne Meeresströmungen und verirrte Pflanzensamen zusammen.

Die berühmtesten Inselbewohner sind Schildkröten, sie haben den Inseln auch ihren Namen gegeben. «Galápago» bedeutet auf Spanisch «Wasserschildkröte». Bekannter sind heute allerdings die Riesenschildkröten. Ein grosses Exemplar kann bis zu einer Vierteltonne wiegen. Sie werden über 100 Jahre alt und zählen damit zu den langlebigsten Wirbeltieren. Als Reptilien holen sie sich ihre Energie von der Wärme der Sonne. Dank ihrer Masse können sie eine ganze Weile fressen, wenn sich ihr Körper erst einmal aufgewärmt hat. Die Existenz dieser Tiere, so weit vom nächsten Kontinent entfernt, wirft viele Fragen auf.

Viele weitere Lebensformen wurden nämlich vom Wind aus Südamerika hierher getragen: Samen und Pollen, Viren, Bakterien, Algen und Insekten. Insekten sind ein extrem wichtiger Teil der meisten Ökosysteme. Sie bestäuben Pflanzen und dienen vielen Tieren als Nahrung. Fast alle kleineren südamerikanischen Insektenarten haben es irgendwie hierher geschafft. Nur die grösseren waren zu schwer für die Reise.