Invasion aus dem Wasser

  • Mittwoch, 16. Juli 2014, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 16. Juli 2014, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 17. Juli 2014, 1:55 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 18. Juli 2014, 11:20 Uhr, SRF 1
Video «Invasion aus dem Wasser» abspielen
Video nicht mehr verfügbar

Kaltblüter kümmern sich rührend um ihre Brut. Die zweite Folge führt Sir David Attenborough in eine ungenutzte Goldmine, in der Salamander leben, die kein Wasser mehr brauchen. Die Wände der Mine glitzern: Dutzende Salamander-Weibchen beschützen dort ihre Eier und Jungen.

Auch die primitiven, wurmähnlichen Schleichen-Lurche zeigen ein ungewöhnliches elterliches Pflegeverhalten. Die Mutter produziert ein Sekret, das die Jungen wie Milch auflecken. Sie fressen sogar die Haut der Mutter, diese bleibt dabei jedoch unverletzt.

Bei manchen Amphibienarten erledigt der Vater die Brutpflege. Das Männchen des Pfeilgiftfrosches in Peru trägt seine Kaulquappen auf dem Rücken, bevor es jedes der Jungen ins eigene Brutbecken setzt. Wenn eine Kaulquappe gefüttert werden muss, ruft er das Weibchen und führt sie zum richtigen Becken.

Auch der australische Beutelfrosch bewacht sein Gelege. Nach dem Schlüpfen schlängeln sich die winzigen weissen Kaulquappen in zwei spezielle Beutel auf die Hüften des Männchens. Er trägt seine wachsende Familie für einige Wochen herum und «entbindet» dann winzige, perfekte Frösche.

Amphibien haben es im Laufe der Evolution geschafft, auf extrem trockenen Plätzen zu überleben. So leben die Regenfrösche Südafrikas unterirdisch und kommen an die Oberfläche, wenn der erste Regen fällt. In der brennend heissen Wüste Australiens kann ein Wüstenfrosch sogar bis zu zwei Jahre lang ohne Wasser auskommen – der lebende Beweis dafür, dass Amphibien tatsächlich das Land erobert haben.