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Allergene Stoffe in jedem zweiten Make-up
Aus Kassensturz vom 03.03.2020.
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«Kassensturz-Test» Allergene Stoffe in jedem zweiten Make-up

Fünf von zwölf getesteten Flüssig-Make-ups können Allergien auslösen. Einen richtig schönen Teint schaffen nur vier.

Viele Frauen wünschen sich einen ebenmässigen Teint. Mit einer Grundierung – also mit flüssigem Make-up – lassen sich Augenringe oder Rötungen im Gesicht abdecken. «Man kann von diesen Produkten erwarten, dass sie den ganzen Tag halten.» Das sagt die Lenzburger Visagistin Doris Antenen im «Kassensturz»-Beitrag.

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Visagistin Doris Antenen über die Vorteile von Make-up in flüssiger Form
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Das Flüssig-Make-up hat eine ebenmässige Haut zum Ziel, die natürlich wirkt. Doris Antenen bildet Visagistinnen aus. Sie rät, die Produkte mit einem feuchten Kosmetikschwamm aufzutragen.

Ein spezialisiertes Labor beurteile für «Kassensturz» und das Konsumentenmagazin «Saldo» zwölf Produkte in einem Praxistest. Die Make-ups kosten zwischen 4.99 und 57.90 Franken. Zusätzlich analysierte ein chemisches Labor die Inhaltsstoffe (siehe «So wurde getestet»).

Testtabelle

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Hier geht's zu den detaillierten Testresultaten.

Unerwünschte Inhaltsstoffe und Ausschläge

In fünf Produkten fand das Labor allergieauslösende Duftstoffe. Dafür kassieren die Produkte einen Notenabzug, je nachdem, wie stark allergisierend die Duftstoffe wirken. Nach dem Auftragen von vier Make-ups zeigten Probandinnen sichtbare Rötungen, Juckreiz oder gar Pickel.

So wurde getestet

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Ein spezialisiertes Labor testete die zwölf Produkte in der Praxis. Sechs Expertinnen prüften die Eigenschaften der Makue-ups. Dazu trugen sie diese an Probandinnen auf. Und sie beurteilten die Handhabung.

Ein zweites Labor untersuchte die Make-ups auf kritische Inhaltsstoffe untersucht.

Wichtigste Kriterien:

  • Hautbild nach dem Auftragen: Wie sieht die Haut nach dem Auftragen aus?
  • Gleichmässigkeit und Haltbarkeit: Lassen sich die Produkte gleichmässig verteilen? Haften die Make-ups auch nach sechs bzw. zwölf Stunden noch gleichmässig?
  • Deckkraft: Decken die Produkte Rötungen und Unebenheiten gut ab?
  • Handhabung: Wie lassen sich die Produkte dosieren und auftragen?
  • Kritische Inhaltsstoffe: Das Labor Dr. Wirts und Partner in Hannover prüfte, ob die Make-ups heikle Konservierungsstoffe oder allergene Duftstoffe enthalten.

Sante: auf der ganzen Linie durchgefallen

Ein Produkt ist im Test richtiggehend durchgefallen: «Matt Mineral Make up» von Sante. Alleine im Anwendungstest erreichte das Sante-Produkt bloss das Prädikat «ungenügend».

Dazu kamen Abzüge wegen allergieauslösenden Duftstoffen. Damit nicht genug: Eine der fünf Probandinnen reagierte mit einer Hautreizung. Nach Abzügen ergibt das Schlussnote 1,2.

Sante bestätigt auf Anfrage die Präsenz der gefundenen Duftstoffe, schreibt aber, die Konzentration sei gemäss eigenen Messungen tiefer. So oder so: Da tut sich ein grosser Widerspruch zur eigenen Bezeichnung «Naturkosmetik» auf.

Auch die Make-ups von Max Factor und Maybelline lösten bei je einer Probandin Rötungen oder Anzeichen von Hautunverträglichkeit aus. Das führte zu einem Notenabzug. Die oft mässigen Noten im Praxistest kombiniert mit heiklen Duftstoffen und Hautreizungen führten bei insgesamt fünf Make-up-Marken zu einem «ungenügenden» Gesamturteil: Manhattan, Max Factor, Maybelline, Essence sowie H&M.

Coty schreibt zu Manhattan und Max Factor, die Produkte seien «bei normaler, zweckmässiger Verwendung absolut sicher». L’Oréal schreibt zu Maybelline ebenfalls, bei normalem Gebrauch sei das Make-up gut verträglich.

Allergene Duftstoffe lösen Hautreizungen aus

Erstaunlich, dass so viele Hersteller nicht ohne Duftstoffe ohne Allergiepotenzial auskommen – die Substanzen sind seit Jahren bekannt.

Die Bülacher Dermatologin Sabine Bruckert rät denn auch zur Vorsicht bei Produkten mit allergieauslösenden Inhaltsstoffen. Sie sagt im «Kassensturz»-Beitrag: «Um einen Hautschaden zu verhindern oder eine Kontaktallergie zu vermeiden, ist es sinnvoll, wenn diese Produkte möglichst wenig allergene Stoffe enthalten.»

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Zu viel Make-up? Visagistin Doris Antenen mit einem Tipp
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«Genügende» Produkte enthalten keine allergenen Inhaltsstoffe

Im Mittelfeld liegen die Produkte von L’Oréal, Clinique, Estée Lauder und Mac. Sie alle kommen ohne unerwünschte Duftstoffe aus. L’Oréal Perfect Match schloss im Anwendungstest zwar gut ab, führte aber bei einer Probandin zu einer Hautreizung. Unter dem Strich ergibt das Note 4.

«Testsieger» ist das günstigste Produkt

Auch die beiden «guten» Produkte enthalten keine Duftstoffe, die Allergien auslösen können. Full Coverage Foundation von NYX hat in allen Testkriterien gut abgeschnitten, beste Noten erreichte das Produkt bei der Deckkraft und bei der Handhabung.

Testsieger ist das Produkt von Lidl. Cien Liquid Foundation ist das günstigste Make-up im Test. Bestnote gab es beim Hautbild, und es liess sich schön gleichmässig auftragen, Schlussnote 5,1.

Kassensturz, 03.03.2020, 21.05 Uhr

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