Auch bei anderen Produkten gilt: Mengenstrafe statt Mengenrabatt

In der grossen Familienpackung sind Smarties teurer als in der Kleinpackung. Dies widerspricht der sonstigen Konsumentenlogik. «Espresso» hat weitere Beispiele gesucht und eine Erklärung für diese Mengenstrafe.

Joghurtbecher gross und klein.

Bildlegende: Ein typisches Beispiel für die Mengenstrafe. zvg

Beim Produkt M-Dessert der Migros ist der Sauerrahm im 180-Gramm-Becher günstiger als im 500-Gramm-Becher. Dies ist einem Ehepaar aus dem Aargau aufgefallen. Deshalb würden sie eher die kleinen Packungen kaufen, erzählt die Ehefrau im Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1.

Wo liegt der Grund für die teure Grosspackung?

Migros-Sprecherin Martina Bosshard erklärt, dass im Fall dieser Sauermilch die kleine Packung deutlich mehr verkauft werde als die grosse. Und der Preis habe mit dem Volumen zu tun: «Wenn man von einem Produkt ganz viel verkauft und sich in grossen Mengen liefern lässt, kann man es zu einem günstigeren Preis anbieten.» Dass deshalb ein Produkt in der kleineren Packung günstiger sei, sei aber die Ausnahme. In der Regel hätten Produkte in Grosspackungen den besseren Preis.