Coop-Supercard mit Hindernis

Beiträge

  • Coop-Supercard mit Hindernis

    Coop will die Kundendaten der Supercard in Zukunft analysieren und für Werbezwecke nutzen. Die Coop-Zeitung erweckt den Eindruck, man könne dies auch ganz einfach ablehnen. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

    Die Coop-Zeitung schreibt: «Künftig wird Coop die Supercard-Warenkorbdaten auswerten. Dies allerdings nur, nachdem die Kunden explizit zugestimmt haben. Dazu müssen sie den neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen, den AGB, der Supercard zustimmen.» Dies klingt nach einer freien Wahl ohne Nachteile für die Kunden.

    Wer Nein sagt, wird eingeschränkt

    Auf der Coop-Internetseite liest man dann allerdings, dass ohne Zustimmung zu den neuen AGB das Supercard-Internetportal, die Superboxen in den Läden und die Coop-App für Handys nicht mehr genutzt werden können. Zudem können die Treueprämien für die Superpunkte nicht mehr elektronisch, sondern nur noch auf dem Postweg eingelöst werden.

    Oliver Fueter

  • Ökobilanz von Fleisch: Transport zweitrangig

    Poulet aus Brasilien kann die Umwelt weniger belasten als in der Schweiz produziertes Geflügelfleisch. Zu diesem Urteil kommt eine Studie des Forschungsinstituts Agroscope.

    Der Transport sei lediglich für einen kleinen Teil der Umweltbelastung verantwortlich, die Aufzucht der Tiere und die Produktion seien entscheidender.

    Am wichtigsten für das Ergebnis ist die Verwertung des Futters, so die Studie. Wird Geflügel tiergerecht gehalten, wächst es langsamer als konventionell gezüchtetes. Dies wiederum resultiert in einem grösseren Futterverbrauch, also muss das Futter in grösseren Mengen importiert werden. An diesem Beispiel ist ersichtlich, wie viele Faktoren in die Ökobilanz hineinspielen.

    Simon Thiriet

  • Katze angefahren: Haftpflicht-Fall

    Wer muss die Tierarzt-Kosten bezahlen, wenn eine Katze angefahren wird? Ist der Fahrer bekannt, kann der Tierhalter von ihm die Begleichung der Kosten verlangen. Dafür kommt dann die Auto-Haftplichtversicherung auf.

    Wenn dagegen nicht bekannt ist, wer die Katze angefahren hat, muss der Tierhalter für die Tierarzt-Kosten geradestehen. Dies auch dann, wenn er das Tier nicht selbst zum Tierarzt gebracht und über die Behandlung entschieden hat. Über diesen zweiten Fall hat «Espresso» bereits in der Rubrik «Rechtsfrage» berichtet.

    Tobias Fischer / Gabriela Baumgartner