Der Roller-Boom und seine Tücken

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  • Der Roller-Boom und seine Tücken

    Fans von Rollern schwärmen gerne von der unbegrenzten Freiheit. Damit der Fahrspass nicht gefährdet wird, braucht der Lenker des Rollers allerdings genügend Sicherheit, angepasste Kleidung und Geduld, wenn er einen Parkplatz finden möchte.

    20‘000 Roller wurden in diesem Jahr bislang zugelassen. Dies sind schon jetzt 7 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Zahlreiche Neulenker fahren jedoch zu schnell oder trauen sich zu viel zu, meint Mario Cavegn von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu). «Wir möchten das defensive Fahrverhalten fördern. Das bedeutet, dass man seine Fahrfähigkeiten nicht überschätzt.» Konkret solle man die Geschwindigkeit anpassen und an Kreuzungen nicht stur auf dem Vortrittsrecht beharren.

    Simon Thiriet

  • Umluft hilft Strom sparen

    Ein Gratin oder eine Fertigpizza lässt sich schwer auf dem Kochherd machen. Hier müssen wir auf den wenig effizienten Backofen ausweichen. Wer allerdings anstelle der Ober- und Unterhitze die Funktion Umluft wählt, kann einfach Strom sparen.

    Anhand einer Fertigpizza zeigt das Testlabor S.A.L.T. auf, dass sich mit Umluft im Vergleich zu Ober- und Unterhitze bei gleichen Bedingungen 15 Prozent des Stromverbrauchs einsparen lassen. Umluft ermöglicht zudem das gleichzeitige Backen von mehreren Lagen, was wiederum zum Stromsparen beiträgt.

    Weiter hilft, auf Vorheizen zu verzichten und den Backofen ein paar Minuten vor Backende auszuschalten. Die Hitze im Backofen verflüchtigt nicht so rasch und reicht aus, um die Speise fertig zu backen.

    Magnus Renggli

  • Seco warnt vor Adressbuchschwindlern

    Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) warnt vor 8 «Unternehmen», welche einem via Fax teure Einträge in angeblich offizielle Firmenregister unterjubeln wollen. Das Seco hat zu diesen Unternehmen zahlreiche Beschwerden wegen Adressbuchschwindels erhalten.

    Es rät, die entsprechenden Faxmitteilungen ohne zu antworten wegzuwerfen.

    Nach Ansicht des Seco entsprechen die Faxmitteilung der Registerhaie in keiner Weise den gesetzlichen Anforderungen und verstossen gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Die erwähnten Register seien nicht offiziell.

    Seit dem 1. April sind solche Geschäftspraktiken verboten. Geprellte können unseriöse Anbieter dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) melden. Eine Meldung ans Seco oder eine Strafanzeige bewirken jedoch nicht, dass der einmal unterschriebene Vertrag automatisch ungültig ist. Die betroffenen Unternehmen müssen sich selber wehren und den «Vertrag» anfechten.

    Oliver Fueter / Gabriela Baumgartner

  • Darf das Inkassobüro Mahnspesen verlangen?

    «Espresso»-Hörer Werner Gartenmann aus Matten bei Interlaken hat die Rechnung eines Spediteurs verlegt. An die Rechnung erinnert wird er, als eine Mahnung ins Haus flattert. Gartenmann bezahlt fünf Tage später und glaubt die Sache damit als erledigt.

    Doch bereits einen Tag später fischt er das Schreiben eines Inkassobüros aus dem Briefkasten. «Und die fordern neben einer Mahngebühr von 10 Franken noch 50 Franken als Verzugsschaden», staunt Werner Gartenmann. Er möchte wissen: «Muss ich das bezahlen?» 

    Nein. Solche «Gebühren» müssen Konsumentinnen und Konsumenten nicht berappen. Wer eine Rechnung zu spät bezahlt, schuldet laut Gesetz lediglich einen Verzugszins von 5% ab dem Datum der ersten Mahnung.

    Gabriela Baumgartner / Matthias Schmid