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Wiederverwertung Detailhändler sind beim Getränkekarton-Recycling zurückhaltend

Wie beim PET sollen in Zukunft auch Getränkekartons wie Tetrapacks wiederverwertet werden können. Dafür müssten die Detailhändler allerdings eine vorgezogene Recycling-Gebühr erheben. Diese sind zurückhaltend.

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3:04 min, aus Espresso vom 30.10.2017.

Einige «Espresso»-Hörer fänden ein Getränkekarton-Recycling («Espresso»-Beitrag vom 23.10.17) eine gute Sache. Ein Hörer schreibt, dass ihm die Milchverpackungen jeweils den Kehrichtsack aufschlitzen würden. Darum findet er eine separate Sammlung eine gute Idee.

Ein anderer Hörer findet, dass man dank dem Recycling wertvolle Rohstoffe wieder brauchen könne. Ein anderer gibt zu bedenken, dass die Getränkepackungen schnell stinken würden. Darum sei das Sammeln für ihn als Einzelperson zu mühsam.

Es gibt auch Hörer die ihre Tetrapacks schon jetzt bei kommerziellen Abfallsammlern abgeben. Kritische Hörer finden, es solle nicht nochmals eine neue Gebühr eingeführt werden.

Detailhandel nur für freiwillige Lösung

Als das Konsumentenmagazin «Espresso» bei den grossen Schweizer Detailhändlern Migros und Coop nachfragt, verweisen diese an die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IGDHS). Dort haben sich Migros, Coop, Denner und Manor zusammengeschlossen.

Der Leiter der Geschäftsstelle, Patrick Marty, sagt: «Wir stehen dieser Idee kritisch gegenüber. Der ökologische Nutzen ist im Vergleich zu den hohen Kosten zu klein.» Zudem gebe es viele logistische Probleme. In vielen Läden habe es schlicht zu wenig Platz für einen zusätzlichen Sammelcontainer, so Marty. «Wir wären allenfalls für eine Sammlung auf freiwilliger Basis bereit. Eine Lösung wie jetzt beim PET sehen wir derzeit nicht.»

Für ein Recycling von Getränkekartons ist Emmi, der grösste Schweizer Milchverarbeiter. Mediensprecherin Sibylle Umiker sagt: «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2020 unseren Abfall um 20 Prozent zu reduzieren. Ein wichtiges Thema ist auch die Förderung von Recyclingsystemen. Mit dem Getränkekarton-Recycling hätten die Konsumenten die Möglichkeit, auf einfache Art Kreisläufe zu schliessen.»

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