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Testsieger Kamera-Drohnen im Test: Zwei entpuppen sich als Überflieger

Viele Hobbyfilmer und -fotografen, die spektakuläre Bilder suchen, setzen auf Drohnen. «Stiftung Warentest» hat zehn dieser Fluggeräte einem Test unterzogen. Die Ergebnisse reichen von «Sehr gut» bis «Mangelhaft». Wer beste Qualität will, muss mindestens eine Tausendernote hinblättern.

Ein Mann mit Fernsteuerung lästt Drohne starten.
Legende: Einen Quadrokopter zu fliegen, ist keine grosse Kunst. Colourbox

Einfache Spielzeugdrohnen gibt es bereits ab rund 20 Franken. Im aktuellen Test des deutschen Magazins «Stiftung Warentest» hatten Modelle in dieser Preislage allerdings nichts verloren.

Die Preie der getesteten Quadrokopter (Drohnen mit vier Propellern) liegen nämlich zwischen 100 und 1500 Franken. Die Testprodukte mussten denn auch einiges mehr bieten als Billig-Modelle. Zum Beispiel eine qualitativ gute Kamera für Fotos und Videos. Sieben der zehn Geräte sind zudem mit Satelliten-Navigation ausgestattet, die den Piloten bei der Steuerung unterstützt.

Drohnenparadies Schweiz

Alle Testgeräte sind akkubetrieben und unter zwei Kilogramm schwer. Für Deutschland ist dieses Gewicht massgebend, weil ab zwei Kilo ein Führerschein erworben werden muss. Anders in der Schweiz: Hier dürfen Drohnenpiloten sogar 30-Kilo-Brocken ohne Bewilligung steuern.

Die Experten untersuchten die Fluggeräte aufgrund von fünf Hauptkriterien:

  • Fliegen (30%): Manuell/automatisch, Reichweite, Flugdauer, Geräuschentwicklung
  • Kamera (30%): Handhabung, Bildqualität
  • Handhabung (20%): Anleitung, Montage, Fernsteuerung, Akku, Transport, Reinigung und Reparieren
  • Sicherheit und Haltbarkeit (20%): Elektrische und funktionale Sicherheit, Verarbeitung
  • Datensendeverhalten der App (0%): Als «kritisch» eingestuft, wenn unnötige Daten gesendet werden

Nur mit Navi fliegen sie stabil

Die Testergebnisse liegen weit auseinander, von «Sehr gut» bis «Mangelhaft» ist alles mit dabei. Die Experten kommen denn auch zum Schluss: Beste Flug- und Bildqualität kostet mindestens 1000 Franken. Die meisten günstigeren Drohnen bieten nur mässige oder gar miserable Kameras.

Ausserdem zeigte der Test, das die Navi-Unterstützung für schöne Kameraaufnahmen ein absolutes Muss ist. Drohnen ohne GPS sind in der Luft kaum ruhig zu halten.

Die vier Besten

Am besten haben diese vier Geräte den Test durchflogen:

DJI Phantom 4 Pro Plus
Preis: 1537 Franken *
Gesamturteil: Sehr gut (Note 1,3**)
Bemerkungen: Üppig ausgestattet, bestes Sicherheitssystem, grösste Auswahl an Flugmodi, längste Flugdauer, beste Flugeigenschaften, beste Foto- und Videoqualität, sehr gute Verarbeitung.

DJI Mavic Pro
Preis: 999 Franken *
Gesamturteil: Sehr gut (Note 1,5**)
Bemerkungen: Kompakt, zusammenklappbar, üppig ausgestattet, lange Flugzeit, gute Foto- und sehr gute Videoqualität, sehr gute Flugeigenschaften, sehr gut verarbeitet.

GoPro Karma (geprüft mit Hero5 Black)
Preis: 1099 Franken *
Gesamturteil: Gut (Note 2,0**)
Bemerkungen: Gute Fotoqualität, fliegt gut, hat aber keine Sensoren gegen Kollision und Bruchlandung, sehr gut verarbeitet, verwendet Smartphone als Display.

Parrot Bebop 2 FPV
Preis: 526 Franken *
Gesamturteil: Gut (Note 2,5**)
Bemerkungen: Sehr gute manuelle Flugeigenschaften, lange Flugdauer, einfache Montage, Bildqualität jedoch nur ausreichend. Smartphone als Videodisplay der Fernsteuerung, für Fluganfänger weniger geeignet, hohes Tempo.

* Günstigster Preis gemäss Internetrecherche vom 06.12.2017.
** Noten gemäss deutschem Bewertungssystem (0,5 = Sehr gut, 5,5 = Mangelhaft).

Quelle: Stiftung Warentest, Ausgabe 12/2017

Legende: Video Drohnen im Test: Achtung Absturzgefahr! abspielen. Laufzeit 09:21 Minuten.
Aus Kassensturz vom 08.12.2015.

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

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