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«Kassensturz» kürt den Meister-Mixer – zehn Standmixer im Test
Aus Kassensturz vom 10.11.2020.
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Suppe, Shake und Smoothie «Kassensturz» kürt den Meister-Mixer – zehn Standmixer im Test

Standmixer kommen in der Küche vielseitig zum Einsatz und bringen Erleichterung. Wenn es denn der richtige Mixer ist.

Wenn in der rohen Gemüsesuppe noch baumnussgrosse Rüebli-Stücke zu finden sind, ist das ein schlechtes Resultat: Gleich zwei der zehn Standmixer sind an diesem Standarttest gescheitert und konnten keine fein und homogen pürierte Suppe herstellen. Das zeigt ein Test von «Kassensturz» in Zusammenarbeit mit dem Kosumentenmagazin «Saldo».

Testtabelle

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Hier geht es zu den detaillierten Testresultaten.

Nur wenige mixen alles gut

Aber nicht nur die Suppe fordert die Küchengeräte: Ein Babybrei mit gekochtem Gemüse und Fleisch, der Früchte-Smoothy mit Datteln oder das Basilikum-Pesto brachten die Schwachstellen der einzelnen Geräte zum Vorschein. Interessant: nur die wenigsten Geräte mixten alle Lebensmittel wirklich gut.

Die Empfehlung der Testleiterin Andrea Weinmann: «Eine Konsumentin, ein Konsument sollte sich gut überlegen, für welche Speisen der Mixer hauptsächlich verwendet werden soll.» Da fliegen, je nach Bedürfnis, die einen oder anderen getesteten Geräte schon mal aus dem Rennen.

So wurde getestet

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Das Prüflabor Ipi in Stuttgart (D) untersuchte für «Kassensturz» und «Saldo» die Standmixer auf folgende Punkte:

  • Praxistest/Funktion (50%): Die Experten pürierten Gemüse, zerkleinerten Basilikum, Parmesan und Pinienkerne zu Pesto und machten aus Eiswürfeln Crushed Ice. Zudem pürierten sie aus gekochtem Gemüse und Fleisch einen Babybrei und aus Früchten und Joghurt einen Smoothie.
  • Handhabung (25%): Wie einfach lassen sich die Geräte einstellen und bedienen? Kann man den Krug einfach montieren und den Deckel ohne viel Kraftaufwand befestigen? Kommt es zu Vibrationen oder Spritzern? Lässt sich die pürierte Masse einfach ausgiessen? Wie einfach sind die Produkte zu rei­nigen?
  • Sicherheit (5%): Nach dem Praxistest unterzogen die Experten die Geräte einem Sicherheitstest. Dabei überprüften sie, ob man sich bei der Verwendung verletzen kann.
  • Lärm (5%): Die Experten füllten die Geräte mit Wasser und liessen sie auf der höchsten Stufe laufen. Dann wurde die Lautstärke gemessen. Zusätzlich bewerteten die Experten, ob das Geräusch besonders unangenehm für die Ohren ist.
  • Dauertest/Langlebigkeit (15%): Die Mixer mussten 500 Zyklen überstehen. In ­einem Zyklus wurde 5 Mal eine Minute lang rohes Gemüse pürieren simuliert – mit einer Minute Pause dazwischen. Nach einer 20 Minuten langen Pause folgte der nächste Durchgang. Dann wurden nach dem gleichen Muster noch 300 Zyklen mit gekochtem Gemüse und Fleisch simuliert.

Quelle: Saldo

Qualität kostet etwas

Getestet wurden die in der Schweiz meist verkauften Standmixer auf die Mix-Qualität bei einzelnen Speisen und Säften. Aber auch die Handhabung und die Langlebigkeit waren Kriterien. «Will man einen Standmixer, der alles gut zubereitet und auch nicht schon nach kurzer Zeit den Geist aufgibt, würde ich mich eher für ein teureres Markenprodukt entscheiden», so Testleiterin Weinmann.

Die getesteten Standmixer bewegen sich preislich zwischen 30 und 130 Franken, haben Glas- oder Plastikkrüge und fassen effektiv eine Füllmenge von 1,3 bis 1,6 Liter. «Für den Kaufentscheid sollte man daher nicht nur überlegen, wozu man den Mixer braucht, sondern auch, für wie viele Personen man Speisen oder Getränke zubereiten möchte», empfiehlt die Testleiterin.

Bester Mixer im Test

Den Test mit über zehn Testkriterien hat der Standmixer HR3571 von Philipps am besten gemeistert. Ausser Crushed Ice mixt er alles «gut» oder sogar «sehr gut». Mit 129 Franken ist er aber auch der teuerste Mixer im «Kassensturz»-Test.

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Testleiterin Andrea Weinmann: «Gerade bei härteren Lebensmitteln geht der eine oder andere Mixer in die Knie.»
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Drei Geräte mit ungenügender Bewertung

Testverlierer ist der Standmixer OK OMX 2210, gekauft bei Mediamarkt für 29.90 Franken. Ungenügende Bewertungen erhielt er bei der Zubereitung des Basilikum-Pestos und bei der Herstellung von Crushed Ice. Zudem schaffte er nicht einmal einen Drittel der im Test vorgegebenen Arbeitszyklen. Und der Krug war undicht. Deshalb gab es auch in Sachen Langlebigkeit eine ungenügende Bewertung. Der Hersteller schreibt dazu: «Die Produkte der Marke ok bieten solide Qualität zu sehr guten Preisen. Gerne nehmen wir Ihre Ergebnisse daher zum Anlass, das Gerät noch einmal zu überprüfen.»

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Ebenfalls «ungenügend» ist der Standmixer Satrap Stare S M3, gekauft bei Coop für 39.95 Franken. Beim Früchte-Smoothie blieben grosse Dattelstücke zurück. Zudem gab der Motor beim Langlebigkeitstest frühzeitig auf. Coop schreibt hierzu: «Wir werden die Ergebnisse studieren und bei der Weiterentwicklung des Mixers einfliessen lassen.»

Der Rotel-Mixer U 475 schneidet im Funktionstest überall gut ab. Eine genügende Platzierung verpasst er unter anderem, weil beim Langzeittest der Krugantrieb bereits nach 60 Zyklen abgebrochen ist. Rotel schreibt dazu: «Dieser Problematik sind wir uns bewusst. Wir sind mit dem Hersteller bereits in Kontakt, dass der Antrieb für künftige Lieferungen optimiert wird.»

Kassensturz, 10.11.2020, 21:05 Uhr

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