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Hörer-Reaktionen «Marktfrische» Trauben aus Indien: «Absolut blödsinnig!»

SRF-Hörerinnen und -Hörer reagieren auf die Verkaufstaktik der Migros. Viele sehen die Kundinnen und Kunden in der Pflicht.

Legende: Audio «Marktfrische» Trauben aus Indien: «Absolut blödsinnig!» abspielen. Laufzeit 1:25 Minuten.
1:25 min, aus Espresso vom 30.04.2018.

Unter dem Label «Marktfrisch» verkauft Migros Trauben aus Indien – oder auch Spargeln aus Peru. Im Fall der Trauben haben diese einen vierwöchigen Schiffstransport im Kühlcontainer hinter sich, bevor sie im Migros-Regal stehen.

Dennoch bezeichnet Migros die Früchte als «marktfrisch» und begründete dies gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso», der Begriff «zielt auf die Frische von Früchten und Gemüse, die auch beim Import gewährleistet ist». Man könne jedoch nachvollziehen, «wenn der Begriff Fragen aufwirft».

«Genügend Kunden springen darauf an»

Nach dem Beitrag haben sich zahlreiche Hörerinnen und Hörer bei der «Espresso»-Redaktion gemeldet. Viele sehen die Kundinnen und Kunden in der Pflicht: «Sorry, aber wir Konsumenten sind anzuklagen – nicht die Grossverteiler!», schreibt etwa eine Hörerin. Andere sehen das auch so: «Leider springen genügend Kunden auf nicht saisongerechte Ware an», heisst es beispielsweise.
In den Online-Kommentaren zum Beitrag finden sich ebenfalls solche Stimmen: «Es liegt an uns, ob wir solche Produkte kaufen oder nicht – ohne Nachfrage, kein solcher Unsinn!»

«Verantwortung nicht auf Kunden abwälzen»

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Hörerinnen und Hörer, die das völlig anders sehen und die Bezeichnung «Marktfrisch» im Zusammenhang mit Trauben aus Indien als «absolut blödsinnig» und «klare Irreführung» bezeichnen. Man dürfe die Verantwortung dafür nicht auf die Kunden abwälzen, «weil sich sonst nie etwas verändern wird».
Es gibt auch jene Stimmen, die der Migros mit Blick auf deren Nachhaltigkeitsversprechen Scheinheiligkeit vorwerfen: Migros torpediere ihre eigenen Versprechen, «oder führt sie zumindest ad absudrum, wenn sie mit der einen Hand Sorge trägt, mit der anderen aber zerstört».

13 Kommentare

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