Occasionsautos: Wo sollte man aufpassen?

Der Kauf eines Gebrauchtwagens hat seine Tücken. Nicht nur verdeckte Mängel sind das Problem. Auf Onlineportalen tummeln sich zudem schwarze Schafe, die Interessenten das Geld aus der Tasche ziehen. «Espresso» sagt, worauf es zu achten gilt und gibt weitere Tipps rund um den Occasionskauf.

Ein Miniatur-Auto auf einer Tastatur.

Bildlegende: Beim Occasionskauf im Internet lauern so einige Fallen. Colourbox

Auch wenn das Occasionsangebot noch so verlockend ist: Nicht alle Anbieter auf den verschiedenen Internetplattformen sind seriös, und allzu schnell ist viel Geld verloren. Das hat auch der «Espresso»-Bericht gezeigt, bei dem eine Familie um 12'000 Franken geprellt wurde. Bevor man ein Auto online kauft, sollte man daher zuerst einiges beachten:

  • Vergleichen Sie den Preis. Zum Beispiel, indem Sie andere Angebote mit ähnlichem Kilometerstand begutachten. Ist der Preis allzu attraktiv, werden Sie misstrauisch.
  • Betrüger klauen die Fahrzeugfotos oft von anderen Inseraten. Kommt Ihnen ein Angebot nicht geheuer vor, dann prüfen Sie, ob das Foto auch für andere Internet-Inserate verwendet wird. Wie das geht, erfahren Sie hier.
  • Kaufen Sie nie ein Auto, ohne es im Original gesehen zu haben. Nicht nur, dass dieses Fahrzeug vielleicht gar nicht existiert, bei Occasionswägen kann eine Besichtigung auch sonst so einige Mängel ans Tageslicht bringen. Was sie am Angebotswagen alles unter die Lupe nehmen sollten, haben wir hier für Sie zusammengestellt.
  • Befindet sich der Anbieter im Ausland, seien Sie vorsichtig. Verdächtig ist auch, wenn das Inserat in perfekten Deutsch geschrieben ist, die Mails des Verkäufers jedoch von Fehlern strotzt.
  • Im Occasionshandel wird üblicherweise bar bezahlt. Verlang der Verkäufer eine Überweisung, werden Sie misstrauisch. Bezahlen Sie nie, ohne eine Gegenleistung erhalten zu haben.
  • Möchte der Verkäufer, dass Sie über einen Geldtransfer-Service (z.B. Western Union oder Moneygram) bezahlen: Auf keinen Fall tun! Denn solche Überweisungen hinterlassen keine Spuren und machen es den Betrügern einfach.
  • Melden Sie Betrugsversuche der jeweiligen Onlineplattform, damit diese das Inserat entfernen kann und niemand zu Schaden kommt.
  • Melden Sie den Fall auch der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik). Dafür steht online ein spezielles Meldeformular bereit.
  • Falls Sie bereits bezahlt haben: Versuchen Sie, bei Ihrer Bank die Zahlung zu stoppen.
  • Falls zu spät: Machen Sie Anzeige bei der Polizei und geben Sie alle Informationen weiter. Das Geld ist vermutlich weg, doch je mehr Fälle und Angaben die Polizei hat, umso eher kann sie einem Täter auf die Schliche kommen.

Weitere Tipps rund um den Occasions-Kauf:

«Espresso»-Beitrag dazu: