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Arbeitsrecht Stimmt Ihre Lohnabrechnung?

Ein Mann aus dem Kanton Thurgau ist mit seiner Lohnabrechnung nicht einverstanden. Der Chef zieht im 300 Franken ab, obwohl der Angestellte vier Wochen voll gearbeitet hat. «Stimmen die Berechnungen meines Chefs?», möchte der Mann von «Espresso» wissen.

Legende: Audio Rechtsfrage: Stimmt die Lohnabrechnung? abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
03:47 min, aus Espresso vom 01.05.2014.

Der «Espresso»-Hörer trat seine Stelle im März an. Weil aber der 1. März auf einen Samstag fiel, ist im Vertrag der 3. März als Arbeitsbeginn vermerkt. Ende des Monats teilte der Chef dann den Monatslohn durch 30 und multiplizierte ihn mit der Anzahl effektiv gearbeiteter Tage. Das macht die Differenz von 300 Franken aus.

Der Chef zieht das Wochenende vom Lohn ab

Der betroffene «Espresso»-Hörer kann diese Rechnung nicht nachvollziehen. «Ich finde das ungerecht. Vor allem, weil ich vier Wochen voll gearbeitet habe.» Von «Espresso» möchte er nun wissen, ob der Abzug zulässig ist.

Die Rechnerei aus dem Chefbüro ist falsch, der Abzug deshalb nicht zulässig. Soviel ist klar. Wer wie der betroffene «Espresso»-Hörer im Monatslohn angestellt ist, hat laut Vertrag jeden Monat Anspruch auf die gleich hohe Zahlung. Egal, wie viele Arbeitstage der Monat hat.

Angestellte im Stundenlohn sind im Nachteil

Anders bei Angestellten im Stundenlohn: Dort werden nur die effektiv geleisteten Arbeitstage entschädigt, an Feiertagen zum Beispiel gehen Stundenlöhner leer aus. Einzige Ausnahme: der 1. August. Der Nationalfeiertag ist der einzig bezahlte schweizerische Feiertag.

Reklamieren pressiert nicht

Zurück zum «Espresso»-Hörer: Er kann den ungerechtfertigten Lohnabzug zurückfordern. Dazu muss er sich nicht einmal besonders beeilen. Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis verjähren erst nach fünf Jahren.

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Die Rechtsexpertin Gabriela Baumgartner beantwortet jeden Donnerstag in «Espresso» eine Rechtsfrage. Hier geht es zu den bisherigen Antworten.
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