Schlüsseldienste verlangen happige Preise

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  • Schlüsseldienste verlangen happige Preise

    947 Franken für ein paar Sekunden Arbeit. Für den Laien ist nur schwer vorstellbar, wie solche Preise zustande kommen. Schlüsseldienste berechnen ihre Arbeit höchst unterschiedlich.

    Die einen verrechnen Pauschalen, die anderen nennen am Telefon den Preis für das Öffnen der Türe, rechnen anschliessend aber noch eine happige Pikett-Gebühr dazu. «Ich wollte spätabends nicht noch dutzende Dienste durchtelefonieren und Preise vergleichen», erzählt Franziska Meier aus Zürich. Deshalb habe sie nur zwei Services miteinander verglichen. «Der eine Mitarbeiter sagte mir, dass mich das Öffnen der Türe zwischen 250 und 350 Franken kosten werde, ein für mich nachvollziehbarer Betrag.» Allerdings erzählte der Mitarbeiter nur die halbe Wahrheit. Zum Öffnen der Türe kamen noch ein neuer Zylinder sowie weitere Posten dazu. Am Schluss musste Franziska Meier 947 Franken bezahlen.

    Simon Thiriet

  • Waschen mit Waschball: vorher (links) und nachher (rechts).

    Waschball versagt im Praxistest

    Ganz ohne Waschmittel zu «gründlich sauberer Wäsche» kommen: Das versprechen die Anbieter von Waschbällen. Die mit Keramik-Kügelchen gefüllten Kunststoff-Bälle sollen in der Waschmaschine negative Ionen ausstrahlen und so Schmutzpartikel lösen und antibakteriell wirken.

    Im Selbstversuch in der Waschküche bleibt der Waschball wirkungslos.

    Grundlage für den Versuch war ein weisses Tuch mit sechs Flecken: Russ, Erdbeerjoghurt, Gras, Ketchup, Rotwein und Johannisbeer-Konfitüre. Eine 60-Grad-Wäsche mit einem herkömmlichen Flüssig-Waschmittel beseitigte alle Flecken - mit Ausnahme des Rotweins. Nach der 60-Grad-Wäsche mit dem Waschball blieben dagegen deutliche Spuren des Gras-Fleckens, und auch die Ketchup- und der Konfitüren-Fleck konnten nicht beseitigt werden. Auf dieses Resultat kam «Espresso» beim Selbstversuch allerdings auch bei einer 60-Grad-Wäsche alleine mit Wasser.

    Tobias Fischer

  • Streunende Katze - finanzielles Risiko?

    «Espresso»-Hörerin Marianne Jaggi sorgt sich um ihre Schwester. «Ihre Katze ist auf einer Schnellstrasse angefahren worden», schreibt sie. Eine Automobilistin habe das verletzte Tier in die Tierklinik gebracht und später anhand eines Fotos die Besitzerin ausfindig machen können.

    Doch nun stellt die Tierklinik Rechnung: Tausend Franken soll die Behandlung kosten. «Für meine Schwester eine finanzielle Katastrophe», findet Marianne Jaggi. «Muss sie wirklich bezahlen? Sie hat der Klinik ja keinen Auftrag gegeben.»

    Die Schwester von Marianne Jaggi muss die Rechnung bezahlen. Auch wenn jemand anders das Tier in die Klinik gebracht hat. Der Grund findet sich im Zivilgesetzbuch. Wer ein fremdes Tier findet, muss seinen Besitzer benachrichtigen oder die jeweilige kantonale Meldestelle informieren. Bis der Eigentümer gefunden ist, muss der Finder das Tier füttern, pflegen und - wenn nötig - auch zum Tierarzt bringen.

    Gabriela Baumgartner / Matthias Schmid