Zum Inhalt springen
Inhalt

Testsieger Seniorenhandys im Test: Zwei überzeugen besonders

Es gibt Mobiltelefone, die speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten sind. Diese Geräte lassen sich besonders einfach bedienen. Die deutsche «Stiftung Warentest» hat solche Senioren-Handys getestet. Fazit: Je nach Nutzerbedürfnis sind andere Modelle geeignet.

Legende: Audio Seniorenhandys im Test: Zwei überzeugen besonders abspielen. Laufzeit 05:02 Minuten.
05:02 min, aus Espresso vom 03.01.2017.

Einfache Handys mit grossen Tasten und wenigen Funktionen sollen Senioren das Telefonieren erleichtern. Zudem gibt es für Senioren auch spezielle Smartphones, mit denen sich im Internet surfen lässt. Die deutsche «Stiftung Warentest» hat 13 einfache Seniorenhandys und 2 Smartphones einem technischen und einem Praxistest unterzogen.

Im Praxistest haben neun Senioren die Geräte ausprobiert. Drei der Senioren haben Probleme mit dem Sehen, drei mit dem Hören und drei mit der Motorik. Beim Test hat sich gezeigt, dass nur zwei Geräte den Bedürfnissen aller neun Senioren gerecht werden konnten.

Tipps für Seniorenhandys

Wer ein solches Telefon kaufen will, sollte sich vorher überlegen, wofür er es genau braucht. Diese Punkte können Ihnen dabei helfen:

  • Klapphandys: Der Klappmechanismus dient gleichzeitig als Tastensperre. Dies erleichtert die Handhabung. Zudem sind Tasten und Bildschirm meistens grösser.
  • Ladeschale: Mit einer Ladestation wird das Seniorenhandy immer am selben Ort aufgeladen. Zudem erübrigt sich das mühsame Herumhantieren mit den kleinen Steckern von Ladekabeln.
  • Notruffunktion: Viele Seniorenhandys haben eine Notfalltaste. Wird diese gedrückt, werden der Reihe nach im Voraus programmierte Notfallkontakte angerufen. Es empfiehlt sich, dass der Angerufene den Notruf durch einen Tastendruck bestätigen muss. Ansonsten unterbricht das Seniorenhandy die Notrufkette, auch wenn nur ein Anrufbeantworter abnimmt. Für die Notruffunktion sind programmierte Handynummern sinnvoller als Festnetznummern.
  • Bildschirm, Ton, Tasten: Der Bildschirm und die Tasten sollten genug gross sein. Die Tasten gut spürbar. Der Ton sollte sich laut einstellen lassen, ebenso der Lautsprecher für den Klingelton. Für Menschen mit Hörschwäche gibt es Handys, welche sich mit einem Hörgerät koppeln lassen.
  • Wenig überzeugende Zusatzprogramme: Es gibt auch Zusatzprogramme, um normale Smartphones seniorentauglich zu machen. Diese haben die «Stiftung Warentest» jedoch nicht überzeugt. Sie empfiehlt stattdessen den «einfachen Modus» der Smartphones von Samsung.

Die Testsieger

Bei den einfachen Seniorenhandys schnitten je ein Gerät von Panasonic und Doro am besten ab:

Panasonic KX-TU329
Gesamtbewertung: gut (Note 2,1*)
Preis in der Schweiz: ab 87.50 Franken **

Doro PhoneEasy 613
Gesamtbewertung: gut (Note 2,2*)
Preis in der Schweiz: ab 94.80 Franken **

Beide Geräte überzeugen allgemein und auch im Praxistest mit Senioren. Sie bieten gute Displays mit grosser Schrift, grosse, gut bedienbare Tasten sowie eine hohe Lautstärke beim Telefonieren und bei Klingeltönen.

Der Testsieger bei den Smartphones für Senioren:

Doro Liberto 825
Gesamtbewertung: gut
Preis in der Schweiz: ab 247.90 Franken *

Dieses Smartphone machte technisch klar die beste Figur. Im Praxistest der Senioren schnitt jedoch das Emporio Smart besser ab. Beide Geräte bieten grosse, klar abgegrenzte «echte» Tasten für Grundfunktionen wie den Startbildschirm.

Die Testkriterien

Telefonfunktion 25%Sprachqualität, Netzempfindlichkeit, SMS, Notruffunktion (Verhalten bei Anrufbeantwortern)
Internet und GPS 5%Einrichten von W-Lan und E-Mail-Konten, Empfangen, Lesen und Schreiben von E-Mails, Surfen, Schnelligkeit und Genauigkeit von Ortung und Routenführung
Vielseitigkeit 10%Nützliche Zusatzfunktionen wie Kamera, Kalender, Taschenlampe, Wecker
Handhabung 40%Praxistest durch Senioren mit Sehschwäche, Hörschwäche und Motorikschwäche, Inbetriebnahme, Gebrauchsanleitung, täglicher Gebrauch, Display, Tastatur
Stabilität 5%Kratzfestigkeit, Falltest aus 80 cm Höhe, Regentest
Akku 20%Betriebsdauer beim Telefonieren und im Standby-Modus, Ladedauer

* Noten gemäss deutschem Bewertungssystem (0,5 = Sehr gut, 5,5 = Mangelhaft)
** Günstigster Preis gemäss Internetrecherche vom 2. Januar 2017
Quelle: Stiftung Warentest, Ausgabe 1/17 (Der detaillierte Test kann unter
test.de, Link öffnet in einem neuen Fenster , Link öffnet in einem neuen Fensterkostenpflichtig heruntergeladen werden).

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die meisten "älteren" Senioren brauchen kein Internet sondern nur die Telefonfunktion. Also was soll das ganze Aufbauschen. Man will Senioren immer wieder mit verschiedenen Taktiken davon überreden, dass für sie das Internet zum Vorteil sei. Das stimmt aber überhaupt nicht, denn den meisten Senioren genügen Zeitung und TV. Natel heisst für alte Leute nur Ärger. Senioren für welche ein Natel Sinn macht, besorgen sich auch ohne Überredenskünste eines. Übrigens: Man sagt nicht Handy sondern Natel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von H. (männlich) Hostettler (Heinzvobärn)
      Man sagt schon gar nicht Natel. NATEL heisst Nationales AutoTELefon, dabei ist nicht das Gerät gemeint sondern das ganze System zum im Auto telefonieren. Korrekt wäre Mobiltelefon. Aber in den anderen Punkten haben Sie Recht. In einigen Jahren werden auch diejenigen Senioren die Internet usw von klein auf gelernt haben. Dann erübrigt sich das Differenzieren von Geräten für Alt und Jung. Ausser bei der Schriftgrösse auf den Geräten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Katrin Stämpfli (Computerhilfe)
    Das richtige Handy ist das Eine, die gute Einführung in die digitale Welt das Andere. Viele IT Firmen haben noch nicht gemerkt, dass sich Senioren anderst in der digitalen Welt bewegen. Zum Glück gibt es in der Zwischenzeit kleine Firmen, die sich die Zeit nehmen die "Neulinge" einzuführen. Ich stelle fest, dass nach solch einer Schulung "meine" Senioren Freude am Handy haben und es auch verwenden. Oft sogar ein ganz herkömmliches Smartphone einfach auf ihre Bedürfnisse eingestellt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten