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«Espresso Aha!» So werden Milchflaschen wiederverwertet

PET-Flaschen und andere Kunststoff-Flaschen gehören in verschiedene Recycling-Container. Ein «Espresso»-Hörer hat gehört, viele Kunststoff-Flaschen würden sowieso mit dem normalen Kehrricht verbrannt. «Espresso» hat herausgefunden, dass das nicht stimmt.

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«Werden Kunststoff-Flaschen wirklich wiederverwertet?», will «Espresso»-Hörer Philipp Frei aus Bern wissen. Beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) hört man diese Frage oft. Viele Leute meinen auch, es mache keinen Sinn, Milch- und PET-Flaschen zu trennen.

Milchflaschen als Kleid für die Fassade

Michael Hügi widerspricht: «Die Trennung von Kunststoff-Flaschen im Detailhandel ist wichtig und spart Arbeit», sagt der stellvertretende Sektionschef Abfallentsorgung beim BAFU.

Die verschiedenartigen Kunststoff-Flaschen könnten nicht miteinander rezykliert werden und müssten deshalb sowieso getrennt werden. Aus PET-Flaschen werden neue PET-Flaschen oder auch Textilfasern für Kleider gemacht. Milch- oder Rahmflaschen werden zu Granulat verarbeitet und zum Beispiel im Bau als Isolationsmaterial gebraucht.

Längerfristig alle Kunststoffe wiederverwerten

Das Recycling von Kunststoff-Flaschen, die nicht aus PET bestehen, steckt  in der Schweiz noch in Kinderschuhen. Im Ausland ist man schon einen Schritt weiter. Die meisten Kunststoffe werden bereits wiederverwertet.

Längerfristig sollen laut Michael Hügi aber auch in der Schweiz alle Kunststoffarten wiederverwertet werden. So sollen Konsumenten in Zukunft auch Sachen wie Shampoo- oder Waschmittelflaschen zur Wiederverwertung geben.

Weitere Kunststoffe sammeln?

Das BAFU hat verschiedene Studien in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob es sich ökologisch und ökonomisch lohnt, zusätzliche Kunststoffe zu sammeln. Die Ergebnisse sind noch ausstehend.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Probst, Ennetmoos
    Kunststoff ist ein wichtiger Rohstoff für die thermische Verwertung (Verbrennungsanlage). Hierbei wird pro kg "Plastik" ein kg Erdöl eingespart. Nimmt man diesen "Plastikmüll" heraus, so braucht man mehr Erdöl/Erdgas in der CH und dies erfreut die Lobbyisten, die die Recyclingsideen tatkräftig unterstützen. Es ist ökologisch und okonomisch nicht sinnvoll Kunststoffverpackungen zu recyceln, dies belastet die Umwelt und den Geldbeutel eines jeden, mehr als die energetische Verwertung. Gr...
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    1. Antwort von Hemke Schenk, Jona
      Die Behauptung erscheinen mir doch etwas abenteuerlich. Kunststoff ist schon mal kein Rohstoff im eigentlichen Sinn, ist doch ein grosser Arbeits- und Energieaufwand nötig um Kunststoff herzustellen. Für ein Kilo Kunststoff sind zwei Kilo Erdöl nötig, da erscheint es mir ökologisch und ökonomisch sinnvoller diesen zu Recyclen. Gegenwärtig sind einige Untersuchungen am laufen, zur Rentabilität des Recyclings. Ihre vereinfachte Darstellung entspricht aber kaum der Realität.
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