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«Espresso Aha!» Chlor im Schwimmbad: Gibt es eine Alternative?

Vor allem in den Hallenbädern sticht einem der Geruch von Chlor in die Nase. Viele Menschen vertragen das nicht und reagieren mit Husten. Ein bekanntes Problem. Nur: Chlor ist nach wie vor die einfachste und günstigste Variante, um Wasser zu reinigen.

Legende: Audio Chlor im Schwimmbad: Gibt es eine Alternative? abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
02:52 min, aus Espresso vom 19.01.2015.

Badende hinterlassen unerwünschte Spuren im Wasser von Hallen- und Freibädern. Hat es organisches Material im Wasser, wie zum Beispiel Schnodder, reagiert Chlor relativ schnell darauf. Es spiele keine Rolle, was es sei, erklärt Antonio Togni, Chemieprofessor an der ETH Zürich gegenüber «Espresso Aha!». Das Chlor binde sich an das Material und töte es ab. So werden Bakterien unschädlich gemacht.

Asthma und Chlor

Bei Menschen, die Asthma haben, kann Chlor einen Anfall auslösen. «Sonst ist Schwimmen ein sehr gesunder Sport, auch für Asthmatiker», sagt Thomas Rothe, Chefarzt der Zürcher Höhenklinik Clavadel in Davos.

Wenn man das Chlor nicht vertrage, müsse man schauen, ob es mit zusätzlichen Medikamenten besser gehe. Oder ob man in ein anderes Schwimmbad gehen kann.

Alternative Ozon

Es gibt Schwimmbäder, die mit Ozon gereinigt werden. Ozon hat den gleichen desinfizierenden Effekt wie Chlor, reizt im Wasser aber weniger.

Der Nachteil liegt in den höheren Kosten: Es braucht eine spezielle Maschine, die das Ozon-Gas mit dem Wasser mischt. Und die Anschaffung einer solchen kann sich nicht jedes Schwimmbad leisten.

«Espresso Aha!»

«Espresso Aha!»

Jeden Montag beantwortet «Espresso» in der Rubrik «Aha!» eine Frage aus dem Publikum. Haben auch Sie eine? Stellen Sie sie!

5 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Richli, Vevey
    .... und die das Chlor zum idealen Desinfektionsmittel für die Schwimmbadtechnik macht. Ozon kann tatsächlich als Oxydationsmittel in der Schwimmwasseraufbereitung Verwendung finden, jedoch nur als abgeschlossene Verfahrensstufe. Dabei wird das Rest-Ozon im Wasser über Aktivkohle zerstört bevor dieses ins Becken gelangt. Auch in diesem Fall muss mit einer Chlorierung die Desinfektion des Beckenwassers abgesichert werden.
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  • Kommentar von Urs Richli, Vevey
    Dies ist nicht ganz richtig. Jedes Desinfektionsmittel für ein öffentliches Bad muss vom BAG bewilligt werden. Ozon hat diese Bewilligung nicht, aber nicht weil es ein schlechtes Oxydationsmittel wäre sondern weil Ozon giftig ist. Ozon darf im Schwimmbecken die Konzentration von 0.02 mg/l deshalb nicht überschreiten. Bei dieser geringen Konzentration ist Ozon jedoch ungenügend wirksam. Auch fehlt dem Ozon die Depotwirkung, die absichert, dass die desinfizierende Wirkung im ganzen
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  • Kommentar von Friedrich Bachofen, 8583 Sulgen
    Edelstahl ist eben ein zu allgemeiner Begriff. Es gibt sehr wohl Edelstahlsorten, die nicht von Salzwasser angegriffen werden. Die alte Bezeichnung V2A (EN 1.4301) wird sehr schnell von allem Möglichen angegriffen und kann auch durch Eisenstaub oder einen Kratzer mit einem eisenhaltigen Werkzeug zum Rosten gebracht werden. V4A (EN 1.4436 oder 4435) hat noch einen geringen Molybdängehalt oder 1.4571 mit etwas Titangehalt sind in diesen Fall praktisch korrosionsfest.
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