Chlor im Schwimmbad: Gibt es eine Alternative?

Vor allem in den Hallenbädern sticht einem der Geruch von Chlor in die Nase. Viele Menschen vertragen das nicht und reagieren mit Husten. Ein bekanntes Problem. Nur: Chlor ist nach wie vor die einfachste und günstigste Variante, um Wasser zu reinigen.

Badende hinterlassen unerwünschte Spuren im Wasser von Hallen- und Freibädern. Hat es organisches Material im Wasser, wie zum Beispiel Schnodder, reagiert Chlor relativ schnell darauf. Es spiele keine Rolle, was es sei, erklärt Antonio Togni, Chemieprofessor an der ETH Zürich gegenüber «Espresso Aha!». Das Chlor binde sich an das Material und töte es ab. So werden Bakterien unschädlich gemacht.

Asthma und Chlor

Bei Menschen, die Asthma haben, kann Chlor einen Anfall auslösen. «Sonst ist Schwimmen ein sehr gesunder Sport, auch für Asthmatiker», sagt Thomas Rothe, Chefarzt der Zürcher Höhenklinik Clavadel in Davos.

Wenn man das Chlor nicht vertrage, müsse man schauen, ob es mit zusätzlichen Medikamenten besser gehe. Oder ob man in ein anderes Schwimmbad gehen kann.

Alternative Ozon

Es gibt Schwimmbäder, die mit Ozon gereinigt werden. Ozon hat den gleichen desinfizierenden Effekt wie Chlor, reizt im Wasser aber weniger.

Der Nachteil liegt in den höheren Kosten: Es braucht eine spezielle Maschine, die das Ozon-Gas mit dem Wasser mischt. Und die Anschaffung einer solchen kann sich nicht jedes Schwimmbad leisten.

«Espresso Aha!»

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