Haben Kerzen auch ein Ablaufdatum?

Kann man Kerzen, die 35 Jahre lang im Keller waren, noch brauchen? Oder ist das gefährlich? Diese Frage hat Trudy Müller aus Greifensee (ZH) «Espresso Aha» gestellt. Die Antwort: Grundsätzlich ist es unproblematisch.

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Bildlegende: Colourbox

Man kann Kerzen Jahrzehnte lang lagern und auch wieder anzünden. Dasselbe gilt für Paraffin-Blöcke, die man braucht, um Kerzen zu machen.

Hansruedi Geisseler, Betriebsleiter des Schweizer Kerzen-Herstellers Balthasar + Co. AG erklärt: «Wenn man eine Kerze trocken und bei Zimmertemperatur lagert, verändert sie sich nicht.»

Auch das abbrennen sei nach langer Lagerung problemlos. Geisseler gibt jedoch zu bedenken, dass man eine Kerze nie aus den Augen lassen soll.

Docht muss zu Kerzendicke passen

Vor allem selber gezogene neigen gemäss Geisseler dazu, zu russen oder auszulaufen. Beides kann eine grosse Sauerei geben.

«Das Problem bei den selbergezogenen Kerzen ist meist, dass der Docht nicht zur Kerzendicke passt und die Kerze nicht mehr optimal brennt», sagt Hansruedi Geisseler. Bei industriell hergestellten Kerzen sei das nicht der Fall.

Wenn man bei einer alten Kerze nicht sicher ist, ob der Docht die richtige Dicke hat, kann man sie nochmals einschmelzen. Oder man nimmt die Kerze im nächsten Advent mit zum Kerzenziehen und fragt eine Fachperson.

«Espresso Aha!»

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