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Services So haben Sie Ihr Gemüse noch nie gesehen

Jeder Konsument weiss, wie Artischocken, Broccoli oder Zwiebeln aussehen. Doch wenn das Gemüse blüht, ist es plötzlich schwierig zu erkennen. «Kassensturz» zeigt verblüffende Bilder aus der Samenzucht. Finden Sie heraus, um welches Gemüse es sich handelt?

«Die Zucht einer neuen Sorte dauert im Schnitt zehn bis zwölf Jahre», sagt Amadeus Zschunke vom Saatgut-Hersteller Sativa Rheinau. In dieser Zeit wählt der Züchter Jahr für Jahr die besten Pflanzen aus und sät deren Samen im nächsten Jahr wieder aus.

Bio-Saatgut für Bio-Bedingungen

Das Ziel sind neue Sorten, die sich besonders eignen für den biologischen Anbau. «Die Pflanze muss mit weniger Nährstoffen zurecht kommen, mit anderen Krankheiten und Schädlingen als im konventionellen Gemüsebau», erklärt Amadeus Zschunke.

Ganz am Anfang setzt der Züchter Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften nebeneinander. Sativa Rheinau hat Tausende Sorten an Lager, aus denen dann neue Sorten kombiniert werden können. Im Gewächshaus bestäuben sich die Pflanzen gegenseitig und bilden Samen aus.

Sorgfältige Selektion über Jahre

«Wir lesen dann jeweils die besten aus, die am besten gedeihen und am besten geeignet sind», so Amadeus Zschunke. Nur von den besten Individuen werden die Samen getrocknet, gedroschen, gereinigt und für das nächste Jahr aufbewahrt. Dieser Zyklus wiederholt sich jahrelang, bis die Sorten für den kommerziellen Anbau bereit sind.

Währenddessen sehen die Züchter die Gemüsepflanzen so, wie sie die meisten Konsumenten nicht zu Gesicht bekommen. In voller Blüte, mit reifen Samenständen. Bei vielen Saatgut-Firmen kommen hingegen umstrittene Methoden bei der Zucht zum Einsatz, die der Gentechnik nahe sind (siehe Kästchen)

Gemüse aus dem Gen-Labor

Gemüse aus dem Gen-Labor

Schweizer Konsumenten essen ohne es zu wissen Broccoli und Blumenkohl, denen im Labor fremde Gene implantiert wurden. Das Verfahren gilt als gentechniknah und ist umstritten. Eine Untersuchung von «Kassensturz» zeigt: Das meiste Schweizer Kohlgemüse wird so produziert - selbst Bioprodukte. Zum Beitrag

9 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Dobal, Avenches
    Meine Jahrgang ist 1940, also ich kann ganz genau errinnen wie die Gemüsesorten vor 20 Jahren waren. Seit Jahren vermisse ich die feine Aroma des Gemüses . Die Gemüsesorten wie Blumenkohl, Suppengemüse, Bohnensorten, Kohlraben, Tomaten usw. nach gekochten Zustand sind die ohne guten Geschmack. Unsere Umwelt ist schuld daran und die Massenproduktion. Die Sonne scheint auch anders und unter dem Zelt hergestellte Produkte eben anders wie in natürlichen Milieu.
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    1. Antwort von Mike Brunner, Lachen
      Ich glaube nicht, dass das Gemüse oder die Früchte daran Schuld sind, es sind die chemischen Stoffe in den übrigen Lebensmittel, die unsere Geschmacksnerven verderben. Beispiel Zucker, wir essen viel zu viel davon in Süssgetränken und fast allen Speisen, dann kommen uns plötzlich natürliche Erdbeeren nicht mehr süss genug vor. Dito Geschmacksverstärker (Glutamat & Co.), dann empfinden wir mit den Jahren Gemüse nicht mehr geschmacksintensiv. Wer raucht oder viel trinkt verstärkt den Effekt noch.
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  • Kommentar von Samuel Wegmann, Zürich
    Wenn das Gemüse nicht mehr fortpflanzungsfähig ist (keine Samen zum Weiterverwenden) könnte man auf die Idee kommen, das das bei den Menschen auch wünschenswert wäre, ein Thema zeigt sich immer auf verschiedenen Ebenen. Es gibt ja genug Leute, die sagen, es gäbe zuviele Menschen. Ausserdem macht es die Bauern abhängig. Ich werde keinen Brokoli, Blumenkohl und Kohlrabi mehr essen, da hilft nur ein Boykott. Es ist doch krank immer zu denken man müsse die Natur unbedingt verbessern! Wem nützt es?
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  • Kommentar von Werner Baumartner, Orpund
    Warum sollen diese Gemüse schlechter sein? Diese Veränderungen haben meistens einen positiven Aspekt, denn sie entstehen aus Forschungen mit dem Ziel Gemüse zu pflanzen, die in unserer Umwelt besser gedeihen. Schon lange erwarte ich im Garten einen Olivenbaum zu pflanzen, der den Winter im Freien überlebt.
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