Zum Inhalt springen

Services Vorsicht vor falscher Telekom-Rechnung

Viele haben in den letzten Tagen E-Mails mit angeblichen Rechnungen der deutschen Telekom oder des deutschen Kommunikations-Anbieters Vodafone erhalten. Diese E-Mails sind gefälscht. Löschen Sie die Nachrichten und klicken Sie auf keinen Fall auf irgendwelche Anhänge oder Links.

Legende: Audio «Espresso»-Schredder: Vorsicht vor falscher Telekom-Rechnung abspielen.
1:31 min, aus Espresso vom 12.06.2014.

Die E-Mail macht einen sehr offiziellen Eindruck. Beim Empfänger erscheint als Absender «Telekom Deutschland GmbH» - und deren Logo prangt prominent in der oberen, linken Ecke. Freundlich wird der Empfänger darin aufgefordert, einen noch ausstehenden Rechnungsbetrag zu begleichen.

Die detaillierte Rechnung könne via angegebenem Link eingesehen werden. «Espresso»-Hörer Walter Lips aus Luzern fasst es so zusammen: «Man hat das Gefühl, das sei echt.»

Allerdings: Die E-Mail stammt nicht aus dem Hause Telekom. Dort heisst es auf Anfrage von «Espresso», man habe es derzeit mit einer Welle solcher Spam-Mails zu tun. Betroffen ist neben der deutschen Telekom auch der deutsche Kommunikationsanbieter Vodafone – dieser hat eine entsprechende Warnung auf seiner Internetseite aufgeschaltet.

In der Regel wird über solche und ähnliche Nachrichten versucht, ein Schadprogramm auf Ihrem Computer zu installieren oder an persönliche Daten von Ihnen zu gelangen.

Löschen und nichts anklicken

Das einzig Richtige, das Sie mit solchen Nachrichten tun können: löschen. Und klicken Sie auf keinen Fall auf irgendwelche weiterführenden Links oder Anhänge. Das gilt generell für Nachrichten, bei denen Sie punkto Absender oder Inhalt unsicher sind. Sie können Beispielsweise auf Folgendes achten:

  • Werde ich in der Mail direkt mit Name angesprochen, oder handelt es sich um eine unpersönliche Floskel («Sehr geehrter Kunde…»)?
  • Welche E-Mail-Adresse verbirgt sich hinter dem Absender (im Fall der Telekom: praca@transmak.vbiz.pl – ein klarer Hinweis, dass die Nachricht nicht vom vermeintlichen Absender stammt)?
  • Bin ich überhaupt Kunde des entsprechenden Unternehmens?

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Sie nie irgendwelche persönlichen Daten (Passwörter, Kreditkarten-Nummer etc.) bekannt geben, wenn Sie nicht hundertprozentig sicher sind, dass Sie sich auf der richtigen Internetseite befinden.

Virenschutz aktuell halten

Weil es solche Spam-Wellen immer wieder gibt, sollten Sie Ihr Antivirus-Programm immer auf dem aktuellsten Stand halten. Sollten Sie dennoch einmal einen Anhang geöffnet oder auf einen weiterführenden Link geklickt haben, empfiehlt die Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität (Kobik) zudem, dass Sie sämtliche Passwörter für E-Mail, soziale Netzwerke, Online-Plattformen usw. ändern.

Wenn Sie selbst unsicher sind, ob bei Ihnen ein schädliches Programm installiert wurde oder wenn Sie nicht wissen, wie Sie das herausfinden, wenden Sie sich an eine Person mit guten Computer-Kenntnissen.

«Schredder»

«Schredder»

In dieser Rubrik publiziert «Kassensturz/Espresso» die neusten Betrugs-Warnungen Zum Artikel

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Franz Pichler, Stelzhamerstraße 10 4210 Gallneukirchen Österreich
    Guten Tag Habe folgendes E-Mail erhalten: Von : rechnungonline@telekom.de bankovic@miing.rs Datum: Montag 16.Juni 2014 18:50 An: fra.pichler@aon.at Betreff: Ihre Festnetz-Rechnung für Juni 2014 #4441325849 Guten Tag Im Anhang an diese Nachricht finden Sie die Rechnung 136581805472 als PDF-Datei Der Rechnungsbetrag für den Monat Juni 2014 ist 287,56 Euro. Mit freundlichen Grüßen. Ihre Telekom Wie soll ich mich verhalten. Bedanke mich im voraus. Mit freundlichen Grüßen Pichler Franz
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von A.Huber, Hannover
    Fast täglich neue Warnmeldungen.Der Bürger soll dieses oder jenes nicht anklicken.Der Bürger soll aktuelle Virensoftware nutzen und täglich aktuallisieren,den Rechner richtig konfigurieren,seine vielen Passwörter wöchentlich erneuern,Firewall,zusätzliche Trojanerprogramme installieren usw.. Was für ein Aufwand ! Ich habe umgestellt, alle Rechnungen bekomme ich per echter Post! Und umgekehrt schicke ich per echter Post meine Nachricht. Wozu der Stress!?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten