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Services Was tun nach einem Unfall?

Wenn es auf der Strasse zu einem Unfall kommt, ist den Beteiligten häufig unklar: Muss die Polizei gerufen werden? Oder kann man es selber regeln? Und welche Fallstricke lauern im Ausland? «Espresso» hilft weiter mit Tipps.

Pannendreieck.
Legende: Keystone

Zur Frage, ob es bei einem Unfall die Polizei braucht oder nicht, gibt es drei klare Regeln:

  1. Es gibt Verletzte: Gibt es beim Unfall Verletzte, muss zwingend die Polizei involviert werden. Ausser es sind nur kleine Schürfungen oder Prellungen entstanden.
  2. Nur Sachschaden: Wenn bei einem Unfall nur Sachschaden entstanden ist, muss die Polizei nicht gerufen werden. Dies unabhängig davon, wie hoch der Schaden ist. Voraussetzung ist allerdings, es sind alle damit einverstanden. Wichtig ist, dass auf jeden Fall ein Unfallprotokoll ausgefüllt wird, die Versicherung informiert ist und man sich die Kontaktdaten der Beteiligten notiert.
  3. Im Ausland: Bei einem Unfall im Ausland raten Experten, in jedem Fall die Polizei zu holen. Als Ausländer kennt man die Gesetze und Gepflogenheiten im jeweiligen Land nicht und ist damit auf der sicheren Seite. Wichtig ist, dass man sich die zuständige Polizeistelle und den Namen des Polizisten notiert, falls die Versicherung später Rückfragen hat.

Achtung vor Fallen im Ausland

Bei Unfällen im Ausland sollte man nie ein Unfall-Protokoll unterschreiben, wenn das Dokument in einer Sprache verfasst ist, die man nicht versteht.

Ebenfalls wichtig: Neben dem offiziellen Unfallprotokoll nie weitere Dokumente unterschreiben – schon gar nicht, wenn es um die Schuldfrage geht.

Nicht vergessen: Dokumentation für die Versicherung

Wenn bei einem Unfall nur ein Sachschaden entsteht und sich die Beteiligten einig sind, den Vorfall ohne Polizei zu regeln, ist es zentral, das Ganze für die Versicherung richtig zu dokumentieren.

Wichtig ist dabei, wenn möglich mit dem Smartphone einige Bilder zu schiessen und das Unfallprotokoll vollständig auszufüllen und zu unterschreiben. Sobald jemand allerdings ein ungutes Gefühl habe, lohnt es sich zur eigenen Sicherheit, die Polizei hinzuzuziehen, rät ein Vertreter der Polizei.

Auch wenn dies eventuell bedeutet, dass man neben den Kosten für den Schaden auch noch eine Busse zu bezahlen hat.

Legende: Video Versicherungsexperte Ruedi Ursenbacher: Was tun bei einem Unfall? abspielen. Laufzeit 1:44 Minuten.
Vom 10.06.2014.

6 Kommentare

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  • Kommentar von p.baumann, luzern
    Ich habe schon mehrere Unfälle gehabt und war jedes mal froh die Polizei eingeschaltet zu haben. Am Anfang geben die Unfallgegner die Schuld zu und nachher tönt es plötzlich anders , ja Sie sind doch zu schnell gefahren ect. Blödsinn. Bei ungutem Bauchgefühl immer die Polizei es sei denn das Gegenüber verhält sich korrekt. Besser einmal zu viel die Polizei als nachher viel Aerger mit den Versicherungen und Rechtsanwälten.
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  • Kommentar von Michel Debrotti, Basel
    Was für ein Blödsinn! Wer will beurteilen ob nur Schürfungen oder Prellungen und keine inneren Verletzungen vorhanden sind? Im Moment eines Schocks spührt man teils Verletzung nicht sofort. Sobald ein Person involviert ist die nur im leichtesten verletzt ist die Poliezi rufen. "Wenn bei einem Unfall nur Sachschaden entstanden ist, muss die Polizei nicht gerufen werden. Dies unabhängig davon, wie hoch der Schaden ist" Egal wie hoch? Immer Fahrzeug stehen lassen, markieren, Fotos und anrufen.
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    1. Antwort von O. Laube, LU
      Teil 1: "... nur im leichtesten verletzt ist die Polizei zu rufen ..." Da muss ich Ihnen widersprechen: Letzte Woche wurde vor der Uni Luzern - nahe beim HBLuzern - eine Studentin, die mit dem Fahrrad unterwegs war, von einem pkw angefahren. Sie zog sich dabei Schürfungen am Knie zu und stand unter Schock. Dass die Fahrerin des pkws die Studentin übersehen hatte, war klar - gab sie auch selber zu.
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    2. Antwort von O. Laube, LU
      Teil 2: Wir (ich, die Fahrerin und eine Dritte) beruhigten und begleiteten die Studentin zur Notfallstelle Permanence des HBLuzern. Die Fahrerin des pkws gab ihre Informationen an, die Studentin wurde behandelt und das war's. Die Polizei musste nicht gerufen werden. Ist die Schuldfrage von Anfang an klar, muss schleunigst eine medizinische Behandlung eingeleitet werden. Ist eine medizinische Stelle in der Nähe: Informationen der beteiligten sammeln und nichts wie hin - sonst Ambulanz rufen.
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    3. Antwort von Beni Fuchs, Schaffhausen
      'Was für ein Blödsinn' würd ich jetzt eher zu Ihrem Kommentar sagen, Verhältnisblödsinn! Es gibt Situationen bei leichten Unfällen, wo offensichtlich nur Kratzspuren auszumachen sind und es sich definitiv erübrigt, Polizei und Krankenwagen auf den Platz zu rufen, habe so eine Situation selber erlebt. So werden nur unnötige Kosten generiert. Klar, wenn die Situation auch nur ein Bisschen unklar ist, geht es nicht ohne... aber bitte mal ein bisschen gesunden Menschenverstand...
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    4. Antwort von Xaver Meier, Ramlinsburg
      Ich bin eher der Meinung, dass Sie gerade Blödsinn geschrieben haben. Sie wollen also wirklich mit Ihrem Auto einen Stau produzieren, nur damit die Polizei nochmal die selben Fotos machen kann wie Sie? Jetzt versteh ich, warum ich dauernd im Stau stecken bleibe. Abgesehen davon habe ich noch nie gehört, dass jemand benachteiligt wurde, weil er seine Inneren-Verletzungen erst nachträglich gemeldet hat. Die Polizei sollte wirklich nur wenn unbedingt nötig geholt werden!!!
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