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Teure Handy-Mehrwertdienste So sperren Sie SMS-Mehrwertdienste

Wer auf der Handyrechnung teure SMS-Gebühren vorfindet, hat die Möglichkeit, kostspielige Mehrwertdienst-Nummern zu sperren. Das kann aber unter Umständen sehr aufwändig sein. Wir sagen, wie es geht.

Kunde
Legende: Oft werden Kunden mit zweifelhaften und unübersichtlichen Seiten zu SMS-Abos verleitet. Colourbox

Als einziger Mobilfunkbetreiber bietet Salt mit der SMS-Sperrung «block all» an die Nummer 5155 eine sehr schnelle und kundenfreundliche Lösung. Diese Funktion sperrt alle Mehrwertdienste.

Bei Swisscom und Sunrise gibt es diese einfache Lösung nicht. Alle drei Anbieter verweisen zwar auf den Sperrdienst über ihr Telefon-Callcenter. Dies benötigt aber Zeit und Geduld. Bei Swisscom ist das sogar die einzige Möglichkeit, alle Dienste gleichzeitig zu blockieren.

Bei Sunrise und Orange verweisen auf den persönlichen Kundenbereich auf ihrer Webseite oder in der jeweiligen App. Doch hier ist das Finden der Blockierfunktion unübersichtlich und zeitraubend.

Sperrung aller SMS-Mehrwertdienste geichzeitig

SUNRISESALTSWISSCOM
IM SHOP von Sunrise
PER ANRUF: 0800 707 707
ONLINE und in der APP: Im «MySunrise»-Account: (MeineAbos/ Sperrungen/ Ändern/ PremiumSMS «alle»
IM SHOP von Salt
PER ANRUF: 0800 700 700.
PER SMS«block all» an 5155 oder «block adult» an 5155 für nur erotische Dienste
IM SHOP von Swisscom
PER ANRUF: 0800 800 800
Keine ALL-Lösung per SMS, online oder App! Jeder Dienst muss mit Dienstnummer einzeln mit «STOPKeynummer» abbestellt werden.

Dass Kunden alle Dienste sperren, sehen die Telefonfirmen nicht besonders gerne. Das Geschäft mit den SMS/MMS-Diensten läuft gut, und Swisscom, Sunrise und Salt verdienen an den Gebühren mit, welche die Kunden für die SMS und MMS zahlen.

Total-Sperre nicht immer gut

Das Sperren aller Dienste kann auch für den Kunden auch Nachteile haben. So können Dienste, wie zum Beispiel Unwetterwarnung, Nachtbus-Zuschläge oder Papierabfuhr-Erinnerungs-SMS auch blockiert werden.

Es bleibt den Betroffenen darum oft nichts anderes übrig, als die einzelnen, aufdringlichen und kritischen SMS-Dienst-Firmen herauszufinden und deren Nummern gezielt mit dem Stop-Befehl zu blocken.

Dass dies aber auch nicht immer hilft, zeigt aber die Geschichte eines «Espresso»-Hörers (Beitrag: «Nervige Sex-SMS trotz Stop All und Sterneintrag»).

Nachdem er den Sex-SMS-Dienst der Firma Smiles Solutions AG mit Stop All gesperrt hatte, schickte ihm die gleiche Firma neue Sex-SMS von einer anderen Kurznummer, die ihr gehörte. Der Spuk hörte erst auf, als der Kunde alle Kurznummern der Smiles Solutions AG geblockt hatte.

Sperrung einzelner SMS-Mehrwertdienste

SUNRISESALTSWISSCOM
PER ANRUF: 0800 707 707
PER APP: Über persönl. Account «My Sunrise»
ONLINE: Über persönl. Account «My Sunrise»
PER SMS: «STOP ALL» an die Kurznummer des Dienstes schicken:
PER ANRUF: 0800 700 700
PER SMS: «STOP ALL» an die Kurznummer des Dienstes
PER ANRUF: 0800 800 800
Swisscom empfiehlt den Kunden, den Absender mit Hilfe der Liste der Kurznummern zu ermitteln .
Darauf soll dem Absender telefonisch mitgeteilt werden, dass keine Werbe-SMS erhalten möchten.

Nützliche Kurzbefehle zu Mehrwertdiensten

Folgende Standard-Kurzbefehle gelten laut Vorschrift des Bakom bei allen Telecom-Anbietern. Sie sind per SMS mit dem entsprechenden Schlüsselwort (Keyword) an die Kurznummer des Anbieters eines Mehrwertdienstes zu schicken::

  • «START Keyword»: Bestellen des entsprechenden Dienstes
  • «STOP Keyword»: Abmelden vom entsprechenden Dienst
  • «STOP ALL»: Abmelden von allen Diensten eines Anbieters bzw. dieser Kurznummer
  • «VIEW»: Übersicht aller aktiven Abonnements bei diesem Anbieter bzw. dieser Kurznummer
  • «INFO»:Kontaktinformationen zum Anbieter hinter dieser Kurznummer.
  • «INDEX»: Informationen des Anbieters der Kurznummer zur Nutzung des Dienstes oder Hinweise, wo eine detaillierte Servicebeschreibung inkl. Preisliste erhältlich ist.

Die Preisbekanntgabe ist wichtig

Das Bakom hat auch folgende Preisobergrenzen festgelegt:

  • 100 Franken pro Einzel-SMS/MMS (z. B. für Spendensammlungen)
  • 5 Franken pro Minute (Push-Dienst)
  • 400 Franken Summe aller Preise pro Anmeldung an eine Kurznummer

Damit der Preis klar ersichtlich ist, verlangt das Bakom bei der Bekanntgabe einer Kurznummer für einen SMS- oder MMS-Dienst in der Werbung folgende Angaben:

  • Grundgebühr
  • Preis pro anschliessendes SMS oder MMS
  • möglicher anderer Tarifablauf (z. B. 4.90 Franken pro Woche)

Diese Preisinformationen müssen gut sichtbar und deutlich lesbar in unmittelbarer Nähe der Kurznummer bekannt gegeben werden.

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