Elektrische Zahnbürsten im Test: Viele gut, aber teuer

Ob schallaktiv oder Rundbürste: Von acht getesteten Akku-Zanhbürsteli putzen sieben gut, eine sogar sehr gut. Für einige Modelle muss man jedoch tief in die Tasche greifen.

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Elektrische Zahnbürsten im Test: Viele gut, aber teuer

6:40 min, aus Kassensturz vom 2.5.2006

Vor über 30 Jahren kam die erste elektrische Zahnbürste auf den Markt. Heute surrt es beim Zähneputzen in jedem fünften Badezimmer. Für Akku Zahnbürsten gaben Schweizerinnen und Schweizer letztes Jahr fast 20 Millionen Franken aus.

Grob kann man die Akku-Zahnbürsteli in zwei Kategorien unterscheiden: Es gibt Geräte mit runden Bürstenköpfen und sogenannte schallaktive Zahnbürsten. Diese Sonic-Bürsten sind den Handzahnbürsten nachempfunden und wischen im Mund auf und ab wie beim Putzen von Hand.

Bei den schallaktiven Zahnbürsten putzt jedoch nicht der Schall die Zähne. Der Begriff hat sich bloss eingebürgert, weil die Bürste in einem Schwingungsbereich gleich dem hörbaren Schall putzt. Kassensturz und K-Tipp haben je vier Rundkopf- und Sonic-Bürsten getestet.

Die Testkriterien:

Wie gut entfernt die Zahnbürste Plaque von Zahnflächen und Zwischenräumen. Kommt sie an schwer erreichbare Stellen ran? Wie leicht lässt sich der Bürstenkopf auswechseln?

Klarer Testsieger mit der Note «sehr gut» ist der Oral-B Sonic Complete von Marktführer Braun, gekauft bei Eschenmoser für Fr. 179.-. Deutlich schwächer aber «gut» ist die Reinigungsleistung von Oral-B Professional Care (Rundkopf; Fr.- 199.- bei Coop City).

Auch ein «gut» erhält Trisa Axial Flexible Timer. Mit einem Preis von 49 Franken ist sie diese Rundkopfbürste die beste unter den günstigen Bürsten. Ebenfalls die Note «gut» erhalten Waterpik SenSonic (Sonic; Fr. 200.-), Philips Sonicare (Sonic; Fr. 199.-) und das Schnäppchen von Carrefour, der Bluesky Firstline (Rundkopf) für Fr. 19.90 . Als letzter die Note «gut» erreicht Philips Sensiflex (Rundkopf; Fr. 49.- bei Carrefour)

Nur «genügend» schneidet die günstige Trisa Sonic Power Sensitive ab (Sonic; Fr. 29.90 bei Eschenmoser). Hauptgrund: Die Plaqueentfernung ist mangelhaft. Trisa schreibt: «Beim Test vermissen wir, dass nebst der Putzleistung nicht auch die Zahnfleischverletzung und die Abrasion untersucht wurden. Die Trisa Sonicpower wurde entwickelt, um beide Faktoren zu optimieren.» Schonung ist zwar gut, der Zahnbelag muss aber weg.

Aus hygienischen Gründen sollte man die Bürsten alle drei Monate auswechseln. Wer eine Akku-Zahnbürste kauft, sollte deshalb zuvor einen Blick auf die Preise der Ersatzbürsten werfen: Günstig sind die Ersatzbürsten für Firstline und Trisa sonicpower mit Fr. 2.95. Die meisten anderen Ersatzbürsten sind für zirka acht bis zehn Franken erhältlich. Auffallend teuer mit Fr. 24.75 ist der Ersatzbürstenkopf von Philips sonicare.