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Kassensturz-Tests Fertigpizze im Test: von knusprig bis pampig

Finizza, Pizza Ristorante oder Pizza Don Pedro: Experten haben für Kassensturz 12 der meistverkauften Fertigpizze getestet. Nur wenige haben die Jury überzeugt.

30 Millionen Fertigpizze verkauft der Schweizer Detailhandel pro Jahr. Die Werbung verspricht, die Pizza schmecke wie frisch gemacht oder wie beim Italiener. Kassensturz will es genau wissen und lässt in der Richemont Bäckerei-Fachschule in Luzern Experten zwölf Fertigpizze mit Kochschinken oder anderen Fleischerzeugnissen degustieren.

In der Jury sitzen Nahrungsmittelexperte Andreas Fischer, der ehemalige Pizza-Weltmeister Luigi Acampora, Peter Stähli, bei Richemont verantwortlich für den Pizzaiolo-Kurs, die eidgenössisch diplomierte Bäckerin/Konditorin Esther Wehren und Gastro-Journalist Herbert Huber.

Genau nach Anleitung zubereitet

Beurteilen müssen die Experten das Aussehen der Pizza, Geschmack und Frische von Tomatensauce, Käse und Schinken. Und schliesslich wie gut die Pizza riecht und schmeckt. Die Notenskala reicht von 1 bis 6. Der Sensoriker Patrick Zbinden überwacht den Test und bäckt die Fertigpizze genauso auf, wie es auf der Verpackung steht.

Zwei Pizze kommen bei den Experten gut an: Die tiefgekühlte Finizza-Pizza Toscana aus der Migros mit der Note 4,7 und ebenfalls mit der Note 4,7 die gekühlte Pizza Don Pedro von Hilcona, gekauft bei Spar.

Rang drei mit der Note 4,6 geht an die gefrorene Aldi-Pizza Fratellini, mit 80 Rappen pro 100 Gramm die zweitgünstigsten Pizza im Test. «Die Belegung hat sehr ansprechend ausgesehen, und sie hat nach Pizza geschmeckt», sagt Pizzaiolo-Ausbildner Peter Stähli.

«Fade geschmeckt»

Die Note 4,4 erhalten die Pizza Toscana von Buitoni, gekauft bei Spar und Al Forno Prosciutto von Findus, gekauft bei Carrefour. Beide sind tiefgekühlt. Knapp ungenügend mit 3,8 schneidet die Pizza Ristorante von Dr. Oetker, gekauft im Volg, ab. Deutlich schlechter mit der Note 2,9 schmeckt nach Meinung der Experten die Pizza Prosciutto von Mantua, gekauft bei Denner. Mit 71 Rappen pro 100 Gramm ist das die günstigste im Test.

«Sie sieht zwar gut aus, hat dann aber nach Waffeln und fade geschmeckt. Die Enttäuschung im Vergleich zum Auge war relativ gross», sagt Nahrungsmittel-Experte Andreas Fischer.

Denner schreibt: «Da uns diese Pizza auch nicht ganz befriedigte, haben wir den Lieferanten gebeten, die Rezeptur mehr dem »schweizerischen« Geschmack anzupassen und uns eine reine Schinken Pizza herzustellen.» Diese neue und verbesserte Pizza Prosciutto werde ab der ersten Septemberwoche in die Filialen ausgeliefert.

Note 2,8 für die Teuerste

Nur Note 2,8 erhält die Pizza von Pasta Farinato, gekauft bei Globus. Mit 3 Franken pro 100 Gramm ist sie die teuerste im Test. «Für mich ist das ein mageres Schinkenbrötchen. Das schmeckt jetzt effektiv nicht nach Pizza. Es fehlt hier an allem», so das niederschmetternde Urteil von Gastro-Journalist Herbert Huber.

Globus sagt, die geringen Mengen bei den Zutaten entsprächen dem italienischen Rezept. Auch die gekühlte Pizza al Prosciutto von Betty Bossi, gekauft bei Coop, erhält nur die Note 2,8.

Schlecht kommen folgende Pizze an: Pizza Prosciutto von Anna's Best aus der Migros mit Note 2,6 und die M-Budget-Pizza Don Giovanni mit 2,5. Am wenigsten Gefallen finden die Experten an der Pizza Prosciutto von Coop. Note: 2,1.

«Die hat mir gar nicht zugesagt. Der Teig sah schon von aussen vertrocknet aus, und das Fleisch hatte einen schlechten Nachgeschmack», sagt Bäckerin und Konditorin Esther Wehren. Migros und Coop sind überrascht von diesem Resultat und verweisen auf den grossen Erfolg ihrer Pizze bei den Kunden.

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