Finale: Der grosse Rosencheck - Die Resultate

Kurz vor dem Muttertag verwandelte die Konsumredaktion das «Espresso»-Studio in ein Blumenmeer. Im Fokus: Rosensträusse. Während einer Woche beobachtete Gartenexpertin Silvia Meister die Rosen und gab heute am Finaltag ihr Urteil ab.

Es ist der Tag, an dem viele Blumen sprechen lassen. Zum Muttertag herrscht bei den Floristen Hochbetrieb, neben Siasonblütern gehen vor allem Rosen in allen Farben über den Ladentisch. Gemäss Schweizerischem Floristenverband verkauften Blumenhändler und Grossverteiler im letzten Jahr 6,7 Millionen Rosen in der Muttertagswoche.

Während einer Woche beobachtete die SRF1-Gartenexpertin Silvia Meister Rosensträusse von den Geschäften Coop, Migros, Blume 3000, Rosenbörse, Rosenkavalier, Marsano sowie vom Lieferservice Fleurop.

Grosse Unterschiede

Die Auswertung am Tag 7 zeigt: Nur wenige der Sträusse bereiten nach einer Woche Freude. Auch Silvia Meister - sie hat die Rosen sachgerecht geschnitten und eingestellt - war erstaunt darüber, dass einige Rosen schon nach kurzer Zeit keinen guten Eindruck mehr machten. Ihrer Meinung nach sollten Rosen mindestensfünf Tage halten. Ihr Fazit: «Die Unterschiede sind recht gross. Einige Rosen haben immer noch stattliche Blüten, andere haben nach wenigen Tagen schlapp gemacht.»

Die Testresultate im Überblick

MarkePreis pro BundPreis pro RoseZusatzmittelGesamturteil
Migros19.80 Fr.2.80 Fr.jagut
Coop16.95 Fr.1.70 Fr.jagenügend
Rosenkavalier33.60 Fr.2.80 Fr.jagenügend
Marsano54.-- Fr.4.50 Fr.jagenügend
Blumen300081.60 Fr.6.80 Fr.neingenügend
Rosenbörse43.20 Fr.3.60 Fr.neinungenügend
Fleurop105.-- Fr. (inkl. Lieferung)7.10 Fr.jaungenügend

Im Strauss von Fleurop steht eine Blume komplett verwelkt in der Vase, die übrigen Rosen machen ebenfalls einen traurigen Eindruck.Fleurop-Chef Jörg Beer sagt gegenüber «Espresso», dass die Bindestelle des Bouquets nie aufgeschnitten werden soll, denn so werde verhindert, dass die Blumen in der Vase auseinanderfallen und unterschiedliche Wasserzufuhr bekämen.

Gartenexpertin Siliva Meister ist da klar anderer Meinung: «Doch. Die Bindestelle muss man aufschneiden. Wir haben alles richtig gemacht, die Blätter bis zur Hälfte der Stiellänge entfernt, die Dornen abgebrochen und dafür gesorgt, dass die Hälfte des Stiels im Wasser steht.»

Ungenügend ist auch der Strauss vom Spezialisten Rosenbörse. Die Köpfe hängen trist nach unten. «Rosen sind ein Naturprodukt», sagt Geschäftsführer Urs Kägi gegenüber «Espresso». Man könne sich das Resultat nicht erklären. Die Rosenbörse stehe für qualitativ gute und frische Ware.

Erste Blätter welken

Die rosigen Zeiten waren bei vielen Blumen bereits am Tag 5 vorbei. Einige Blumen verwelkten bereits. Dies, obwohl manche Geschäfte ihre Blumen mit einer Garantiefrist von fünf Tagen verkaufen. «Retten» kann man die verwelkten Blume nicht mehr, im Gegensatz zu jenen Rosen, die nicht mehr so ganz stramm stehen, aber noch rot leuchten. Silvia Meister empfiehlt in diesem Fall, das Wasser komplett zu wechseln und den Stiel neu anzuschneiden.

Grundsätzlich sollten aber die Rosen eine Woche mit normaler Pflege halten. D

as Wasser wechselt die Redaktion deshalb nur einmal in dieser Woche nur bei denjenigen Sträussen, die ohne Zusatzmittel verkauft wurden. Es sind dies die Bouquets der Geschäfte «Rosenbörse» und «Blume3000». Bei den übrigen wird das Wasser bloss aufgefüllt.

Tag 1: Werfen Sie einen Blick auf die Test-Rosensträusse:

Tag 4:  So haben die Sträusse das Wochenende überlebt:

Video «Muttertagsrosen im Test: Wie lange blühen sie?» abspielen

Muttertagsrosen im Test: Wie lange blühen sie?

2:50 min, aus Kassensturz vom 7.5.2013

Tag 7:

Die Gewinner und die Verlierer:

Der Startschuss: