Frischhaltefolien: Welche man einpacken kann

Sie sollten praktisch sein, doch oft ist schon das Abrollen eine Herausforderung: «Kassensturz» hat Frischhaltefolien in der Praxis und im Labor testen lassen. Welche haften gut, lassen sich gut abrollen? Sind Billiglinien so reissfest wie Markenprodukte? Der Test zeigt gute und günstige Produkte.

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Frischhaltefolien: Welche man einpacken kann

8:15 min, aus Kassensturz vom 20.1.2009

Die Westschweizer Konsumentenzeitschrift FRC liess 7 der meistverkauften Frischhaltefolien testen. Ein spezialisiertes Labor untersuchte die Folien auf Handhabung und auf Eigenschaften wie Haftung, Festigkeit und Dehnbarkeit.

Ingenieur Markus Winter von der Firma Quickpack GmbH erklärt, was eine gute Frischhaltefolie ausmacht: «Sie muss atmungsaktiv und lebensmittelecht sein, das heisst kein Geruch und kein Geschmack darf von ihr ausgehen, und sie muss das Aroma schützen.»

Am schlechtesten beurteilte das Testinstitut die Folie Saran von der Migros. Es ist die teuerste im Test. 20 Meter kosten 3.80 Franken. Kritik: Die Folie haftet schlecht und ist kaum dehnbar – Urteil «knapp genügend», nur 43,8 von 100 Punkten. Migros schreibt: Die Folie sei mikrowellentauglich und bestehe deshalb aus einem anderen Material.

Ebenfalls wegen ungenügender Haftung und schlechter Dehnbarkeit erhält auch die Folie Toppits Glad von Melitta ein «knapp genügend»: 44,3 Punkte von 100, 3.50 Franken für 50 Meter. Der Hersteller sagt, die Eigenhaftung führe zu schlechtem Abrollverhalten. Zudem würde eine zu starke Dehnung die Folie verformen, was wiederum ein schlechtes Abreissverhalten zur Folge hätte.

Einzige Folie mit der Note «sehr gut»: die Frischhalte-Folie M-Budget von der Migros. Sowohl im Labor- als auch im Praxistest erhält diese Folie durchwegs gute bis sehr gute Noten. Als einzige überzeugte sie beim wichtigsten Kriterium Haftung. Eine Rolle kostet 1.15 Franken.