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Kassensturz-Tests Grosse Unterschiede bei Auto-Haftpflicht

Welches ist die günstigste Auto-Haftpflicht-Versicherung? «Kassensturz» macht den Vergleich mit den Profilen eines 19-Jährigen, eines 30-Jährigen und eines 70-Jährigen. Dabei zeigt sich: Die Unterschiede sind gross. Vergleichen und verhandeln lohnt sich.

Legende: Video 12.03.13: Auto-Haftpflicht: Versicherer schröpfen Junglenker abspielen. Laufzeit 08:50 Minuten.
Aus Kassensturz vom 12.03.2013.

«Kassensturz» hat die Experten des VZ Versicherungszentrum damit beauftragt, die Prämien der grössten Versicherer für drei Alterskategorien zu verggleichen.

Prämienbeispiel 1: Ein 19-jähriger, lediger Schweizer mit Wohnort Frauenfeld und einem Mittelklassewagen.

Grosse Unterschiede

Der Vergleich zeigt: zwischen dem günstigsten Angebot von Generali (1638.- Fr.) und dem teuersten von AXA Winterthur (2877.- Fr.) ist eine happige Differenz von mehr als 1200.- Fr. Ein Vergleich lohnt sich für Junglenker besonders. (Vollständige Übersicht in der Tabelle)

«Neben dem Vergleichen von mindestens drei Offerten lohnt sich auch zu verhandeln», rät VZ-Versicherungsexperte Stefan Thurnherr. Dann liegen im Schnitt nochmals 20 Prozent drin.

Und: «Wichtig ist auch, das Kleingedruckte anzuschauen. Bei den Junglenkern gibt es Versicherer, die bieten zum Beispiel den Grobfahrlässigkeits-Schutz nicht an. Der ist besonders wichtig für einen Junglenker.»

Versicherer berechnen eine Auto-Haftpflichtversicherung anhand vieler Faktoren. Alter, Nationalität, Wohnort und Geschlecht des Fahrers, Fahrerfahrung, Automarke, ist das Auto gekauft oder geleast: All dies spielt eine Rolle bei der Berechnung der Jahresprämie. Denn die Versicherungen teilen ihre Kunden mit Hilfe ihrer eigenen Unfall- und Kostenstatistiken in Risikogruppen ein.

Unfallfreie 30-Jährige fahren gut

Das zweite Prämien-Beispiel: Ein 30-Jähriger mit den sonst identischen Angaben wie im ersten Beispiel. Der Vergleich zeigt: die Prämien betragen noch ein Bruchteil der Prämien des 19-Jährigen, dank des Bonus-Rabatts für die Unfallfreiheit und die Fahrerfahrung.

Doch auch bei den 30-Jährigen sind die Unterschiede von Versicherung zu Versicherung beträchtlich. Das günstigste Angebot kommt von Helvetia mit 519.- Franken, das teuerste von den Basler Versicherungen mit 765.- Franken, 246.- Franken oder 47 Prozent teurer.

Erfahrene Fahrer haben laut Versicherungsexperte Stefan Thurnherr spezifische Anforderungen an eine Haftpflichtversicherung: «Ganz entscheidend bei einem erfahreneren Lenker ist, dass er den Bonus schützt, den er sich erarbeitet hat mit dem sogenannten Bonus-Schutz. Der sollte in der Versicherung drin, sodass, falls er einen Schadenfall hat, es ihn nicht gleich auf 100% katapultiert.»

Alt-Lenker mit wenig Nachteilen

Für das dritte Prämien-Beispiel wählte «Kassensturz» einen 70-Jährigen mit nochmals den gleichen Angaben zur Person, Auto und Wohnort. Aufgrund der Unfallstatistiken müsste ein Senior eine höhere Prämie haben als ein 30-Jähriger.

Doch die Versicherungen im Vergleich machen für 70-Jährige kaum einen Aufschlag: Wie auch beim 30-Jährigen macht Helvetia mit 519.- Franken das günstigste Angebot und die Basler Versicherungen mit 765.- Franken das teuerste.

Der Vergleich

Der Vergleich

Resultate als PDF

Junglenker im Nachteil

Ein 19-Jähriger hat ein höheres Unfallrisiko als ein 30-Jähriger. Das zeigen Unfall-Statistiken. Nur: Jede Versicherung schlägt für Junglenker gemessen an einem 30-Jährigen unterschiedlich viel auf. Mehr dazu in: Versicherer schröpfen Junglenker

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