Sommerreifen im Test: Gefährliche Billigpneus

Der TCS hat die meistverkauften Sommerreifen getestet: Wie sicher sind sie bei Regen und bei Trockenheit? Und wie hoch sind Gummiverschleiss und Benzinverbrauch? Fazit: Billigreifen haben auf nasser Fahrbahn gefährlich lange Bremswege.

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Sommerreifen im Test: Gefährliche Billigpneus

7:00 min, aus Kassensturz vom 17.3.2009

Ein Sommerreifen unterscheidet sich stark von einem Winterreifen. Es sei deshalb sinnvoll, die Pneus zu wechseln, sagt TCS-Experte Marcel Bachmann. Für Sommerreifen gilt die O-bis-O-Regel: von Ostern bis Oktober. In dieser Zeit sollen sie gefahren werden.

Autofahrer sollten sich nicht von Schnäppchen und Rabatten verführen lassen. Der Händler muss die Reifen noch auf die Felgen montieren und sorgfältig auswuchten – der Endpreis zählt.

Finger weg auch von neuen Reifen, die schon lange auf Lager waren, rät der TCS. Denn der Gummi werde mit der Zeit spröde. Ebenfalls nicht empfehlenswert seien Occasionsreifen – oder Billigreifen aus dem Internet wie das Modell von Syron.

Die Pneus müssen enorme Belastungen aushalten. Sie schaffen das nur, weil sie aus widerstandsfähigem Naturkautschuk gefertigt sind. Je höher die Belastbarkeit eines Reifens sein soll, desto grösser ist der Anteil an Naturkautschuk.

Ein Reifen eines Personenwagens enthält bis zu 20 Prozent Kautschuk, Lastwagenreifen sogar 80 Prozent. Für die Herstellung von vier Autoreifen braucht man die Jahresproduktion eines Kautschukbaums. Weltweit werden pro Jahr rund 9 Millionen Tonnen Rohkautschuk verarbeitet, das meiste stammt aus Südostasien.