Tankstellen-Shops im Test

Kassensturz hat die Preise von deutschschweizer Tankstellen-Shops unter die Lupe genommen. Fast allen Getesteten gemeinsam: sie sind extrem teuer.

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Tankstellen-Shops im Test

8:14 min, aus Kassensturz vom 8.4.2003

Über 1100 Tankstellen-Shops säumen Schweizer Strassen und Autobahnen. Da sie als Verkaufsstelle für Reisende gelten, kann man in den kleinen bis winzigen Lebensmittelgeschäften fast rund um die Uhr einkaufen.

Die Erdölfirmen freuen sich an den zusätzlichen Einnahmequellen: Über eine Milliarde Franken sprudeln aus den Tankstellen-Shops. Marktleader BP verdient 10 Jahre nach der Eröffnung des ersten BP-Shops mit seinen 180 Läden gleich viel Geld wie mit Benzin.

Die allermeisten Tankstellen-Shops werden wie bei BP von Kleinunternehmern auf eigene Rechnung betrieben. Den Erdölfirmen bezahlen die Betreiber einen umsatzabhängigen Pachtzins.

Kassensturz hat Angebot und Preise von 10 Deutschschweizer Tankstellen-Shops mit einem gewöhnlichen Coop in Schlieren verglichen. Dazu kaufte Kassensturz für Fr. 53.10 im Coop Schlieren ein und wollte wissen, wie viel die Tankstellen-Shop-Betreiber für denselben Warenkorb verlangen (Einkaufsliste siehe Tabelle).

Herausragender Sieger in der Stichprobe ist der Agrola-Shop im aargauischen Seon: Hier blättern die Kunden für den Kassensturz-Warenkorb nur Fr. 2.64 mehr hin als im Coop. Die anderen getesteten Tankstellen-Shops verlangen viel, zum Teil sogar sehr viel mehr als der Grossverteiler.

Absolut Top im Kassieren ist der Shop von Oil im solothurnischen Schönenwerd: Dieser Warenkorb ist um 43 Prozent - das sind Fr. 22.65 - teurer als der Vergleichskorb vom Grossverteiler. René Theiler betreibt den Schönenwerder Oil-Shop.

Zu seinen Preisen meint der selbständige Unternehmer. "Wir haben nicht das Einkaufsvolumen eines grossen Detailliste. Wir sind aber bemüht in jeder Produktekategorie ein Best-Price-Produkt zu führen."