Viele Dosenöffner sind Aufschneider

Nicht alle Dosenöffner sind ihrer Aufgabe gewachsen. «Kassensturz» hat die meistverkauften Modelle getestet: Zangendosenöffner, Flügeldosenöffner oder Safetydosenöffner – welches System schneidet am besten ab?

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Dosenöffner im Praxistest: Viele sind Aufschneider!

7:31 min, aus Kassensturz vom 12.2.2013

Zwölf Dosenöffner für den Hausgebrauch hat «Kassensturz» im Speisesaal der Militärkantine testen lassen. Fünf Experten haben die zwölf Öffner an grossen und kleinen Dosen mit Mais und roten Bohnen geprüft. Sie wollten wissen: Wie gut liegt ein Öffner in der Hand? Wie leicht ist er zu bedienen? Wie gross ist die Verletzungsgefahr?

Drei verschiedene Dosenöffner-Typen wurden unter die Lupe genommen: Herkömmliche Zangendosenöffner, die eine Dose seitlich öffnen. Die kleineren Flügeldosenöffner. Und die sogenannten Sicherheits- oder Safety-Dosenöffner. Sie öffnen die Dose von oben. Der Vorteil ist: Die Deckelkanten sind nach dem Schnitt nicht scharf.

Die Expertenrunde:

  • Nora Dainton, Dozentin für Industriedesign an der Fachhochschule Nordwestschweiz,
  • Christine Urech, Industrial Designerin an der Zürcher Hochschule der Künste,
  • Daniel Schär, Küchenchef im Restaurant der Hotelfachschule Belvoirpark,
  • Thierry Aubert, Dozent für Industriedesign an der Hochschule Luzern,
  • und Jean-Michel Martin, Chefadjutant der Schweizer Armee und Militärkochweltmeister.

Schnell wurde klar, welche Dosenöffner den Ansprüchen des Prüfteams nicht genügten:

Das Urteil «ungenügend» gab es für den Coop Flügeldosenöffner für 5.90 Franken. Mit der Note 3.2 war er der Schlechteste im Test. Mehreren Öffner sind beim Gebrauch kaputt gegangen.

Ebenfalls «ungenügend» war der «Kisag Universal Dosenöffner», gekauft bei Volg. Der schwere Öffner rutschte ab. Volg schreibt, dass es bisher keine Beanstandungen gegeben hätte. Sie werden die Schwächen jedoch mit dem Lieferanten abklären.

Kaum besser schnitt der «Denner Zangendosenöffner» ab. Die Kritik: Das Öffnen braucht zu viel Kraft. Der Hersteller Fackelmann schreibt, die eckigen Griffe seien gut für «glitschige Küchenhände». Andere Tests hätten sehr gute Resultate ergeben.

«Ungenügend» mit Note 3.9 war auch der «Migros Budget Flügeldosenöffner», mit 4.50 Franken der Günstigste im Test. Migros schreibt, dieser Öffner sei ein Klassiker, Reklamationen gebe es selten.

Auch Günstige können gut sein

Es gab auch Dosenöffner, welche die Experten überzeugen. Sie liegen gut in der Hand und schneiden das Blech leicht. Mit Note «gut» schnitt der «Cucina e Tavola»-Zangendosenöffner für 7.20 Franken der Günstigste ab. Der «Zyllis Dosenöffner Safety» bekam die Note 5.0 und der «Kuhn Rikon Dosenöffner Safety» die 5.1.

Der Testsieger «OXO Good Grips Dosenöffner» erreichte die Note 5.2. Bei diesem Gerät sind sich die Experten einig: Er bietet einen guten, griffigen Halt und ist absolut einfach in der Bedienung. Einhängen, drehen, fertig. 

Elektrisch gehts nicht besser

Ausser Konkurrenz haben die Experten den elektronischen Büchsenöffner von Krups für 54.90 Franken getestet. Das Ergebnis ist «ungenügend». Note 3.6. Die Industrie-Design-Dozentin Nora Dainton meint dazu: «Ich habe vier Mal ansetzen müssen, bis die Dose drin war. Das Rundumfahren ging gut, wenn dann aber der Griff losgelassen wird, fällt die Dose herunter.»

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Urteil über elektrischen Dosenöffner

0:36 min, vom 12.2.2013

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