14 Action-Cams im Härtetest

«Stiftung Warentest» hat 14 kleine, wasserdichte Action-Kameras getestet. Fazit: Die meisten filmen akzeptabel. Doch die Bilder sind oft verwackelt.

Kamera

Bildlegende: Mit Action-Cams filmen sich Surfer auch in den wildesten Wellen. zvg

Ob die Sicht eine Adlers, eines Base-Jumpers oder die einer jagenden Robbe: Die streicholzschachtel-grossen «Action-Cam»-Kameras filmen Perspektiven, die wir vorher noch nie hatten.

Diese Potential hatte Marktführer Woodman Labs erkannt, und das Modell «GoPro» schon vor Jahren marktreif gemacht. Mittlerweile bieten auch namhafte Firmen wie Sony, JVC und Panasonic solche Kameras an.

Wie gut diese sind, wollte die deutsche «Stiftung Warentest» wissen. Sie hat 14 Kameras miteinander verglichen, darunter die drei aktuellen «GoPro»-Modelle.

Die Testkriterien:

  • Video-Qualität (40% Gewichtung)
  • Foto-Qualität (5%)
  • Ton-Qualität (5%)
  • Handhabung (30%)
  • Betriebsdauer (10%)
  • Vielseitigkeit(10%)
  • Härtetest (0%)

Das Überraschende: Nur wenige der Kameras verfügen über einen Monitor. Die Bildkontrolle findet dann erst zu Hause am Computer statt. Jedoch sendet jede zweite Kamera die Aufnahmen live per W-Lan. Die Videos können dann auf dem Screen eines Smartphones angesehen werden.

Das geht jedoch auf Kosten der Akkuleistung: Die Aufnahmedauer beträgt zwischen 90 und 180 Minuten. Das kann kurz sein für ein Outdoor-Erlebnis, bei dem nicht dauernd die Kamera an- und abgeschaltet werden soll.

Das Fehlen des Screens macht es jedoch möglich, die Kameras winzig zu bauen. Die Leichteste ist nur 70 Gramm schwer. Eine benutzerfreundliche Bedienung aber wird dann umso schwieriger. So wurden die kleinen Modelle von GoPro beim Testkriterium «Handhabung» nur mit «ausreichend» bewertet. Das kostete den Marktleadern den Testsieg. Andere Kameras sind einfacher zu bedienen.

Viel Spass, aber kein grosses Kino

Alle Modelle filmen in HD-Qualität. Das Spitzenmodell «GoPro black» als einzige sogar in 4K-Qualität (4196x2160 Pixel). Doch das bringt oft wenig: Meist werden die Kameras auf Helmen oder vibrierenden Sportgeräten montiert. Die Videos davon wirken auf einem grossen Fernseher unruhig und bereiten schnell Kopfweh.

Auch der Ton ist wegen der wasserdicht verbauten Mikrofone eher dumpf und von Neben-Geräuschen beeinflusst. Im Vergleich mit herkömmlichen Camcordern liefern die Action-Cams insgesamt schlechtere Videos. «Stiftung Warentest» hat darum von den 14 getesteten Modellen 10 mit dem Testurteil «befriedigend» bewertet. 4 waren sogar nur «ausreichend» .

Diese sechs waren am besten:

Drift Innovation HD Ghost
Preis: 325.- Fr.*
Note: 3,1** (befriedigend)

Panasonic HX-A100
Preis: 308.- Fr.*
Note: 3,1** (befriedigend)

Rollei Bullet 5S WiFi outdoor edition
Preis: 391.- Fr.*
Note: 3,2** (befriedigend)

GoPro Hero 3 Black
Preis: 371.- Fr.*
Note: 3,3** (befriedigend)

GoPro Hero 3 Silver
Preis: 280.- Fr.*
Note: 3,3** (befriedigend)

GoPro Hero 3 White
Preis: 250.- Fr.*
Note: 3,3** (befriedigend)

Dieser Test mit ausführlicher Tabelle kann für 3.- Euro bezogen werden bei test.de.

* Preise in Onlineshops am 27.Oktober 2013. ** Deutsches Benotungssystem (0 = sehr gut / 5,5 = mangelhaft). Quelle: «Test» vom November 2013.

Schweizer Jugend Testet: Videoschnitt-Programme

Für den Wettbewerb "Schweizer Jugend Testet 2013" haben zwei 16-jährige Gymischüler aus Vitznau Videoschnitt-Programme getestet. Sie filmten sich jeweils auf der Piste, daheim schnitten sie die Videos am Computer. Sie testeten darum fünf verschiedene Computerprogramme zum Video schneiden, zwei kostenlose und drei kostenpflichtige.

Video «26.05.2013: Jugend testet 2013: Der Videoschnitt-Programm-Test» abspielen

26.05.2013: Jugend testet 2013: Der Videoschnitt-Programm-Test

1:53 min, aus Kassensturz vom 25.6.2013

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -sendungen im In- und Ausland.