Alternativen zu WhatsApp im Vergleich

Seit vor einer Woche Facebook den Nachrichten-Dienst «WhatsApp» gekauft hat, denken viele über einen Wechsel nach. Das Die deutschen Magazine «Computerbild» und «Stiftung Warentest» haben Alternativen zu WhatsApp getestet. Beim Datenschutz bekommt der Platzhirsch schlechte Noten.

Apps

Bildlegende: WhatsApp wurde von Facebook gekauft. Keystone

Messenger-Apps sind praktisch: Wer ein Smartphone besitzt und ein passendes Datenabo, kann damit teure SMS umgehen. Viele erlauben auch Bilder, Videos, Standorte zu senden. Mit einigen kann man telefonieren oder sogar videotelefonieren.

Seit vor einer Woche Facebook den Nachrichten-Dienst «WhatsApp» gekauft hat, denken viele «WhatsApp»-Nutzer über einen Wechsel nach. Zu oft hat sich der Konzern von Marc Zuckerberg wenig sensibel gezeigt was Datenschutz angeht.

Das Deutsche Magazin «Computerbild» hat vier Alternativen zu «WhatsApp» getestet: «Line», «Threema», «Skype» und «Facebook». Diese sind sowohl im Apple App-Store, wie auch im Android-Store.

Die Test-Kriterien

  • Funktions-Umfang
  • Daten-Verschlüsselung
  • Geschwindigkeit der Datenübertragung

Schweizer App ist sehr sicher

Das Magazin «Stiftung Warentest» legte den Fokus auf den Datenschutz. Eine Benotung wurde nicht vergeben.

Hier die Ergebnisse:

Line

Preis: gratis
Testnote «Computerbild»: 1,96 (iPhone) / 2,02 (Android)*
Bemerkungen: Erlaubt telefonieren & videotelefonieren, senden von Fotos,Videos und Standorten. In Europa noch wenig verbreitet.
Urteil «Stiftung Warentest»: Datenschutz sehr kritisch, weil der Anbieter mitlesen kann (keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung). Die Android-Variante ist problematisch, da die Seriennummer des Geräts unverschlüsselt an Dritte geschickt wird.

WhatsApp

Preis: gratis
Testnote «Computerbild»: 2,19 (iPhone) / 2,40 (Android)*
Bemerkungen: Weit verbreitet mit 350 Millionen Nutzern. Benutzerfreundlich, jedoch mit wenig Datenschutz. Telefonieren & videotelefonieren (noch) nicht möglich.
Urteil «Stiftung Warentest»: Datenschutz sehr kritisch, weil der Anbieter mitlesen kann (keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung). Adressbucheinträge werden ohne Zustimmung übertragen. Das App teilt zudem Telefonnummern an Dritte ohne Verschlüsselung mit.

Threema

Preis: 2 Franken
Testnote «Computerbild»: 2,35 (iPhone) / 2,41 (Android)*
Bemerkungen: Schweizer Firma. Komplizierte Konfiguration. Dafür soll die End-zu-End-Verschlüsselung NSA-sicher sein. Bis jetzt erst 100'000 Nutzer.
Urteil «Stiftung Warentest»: Datenschutz unkritisch, da eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorhanden ist. Das App kann Adressbucheinträge speichern, allerdings nur in pseudonymisierter Form und mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers. Es ist auch verwendbar, wenn der Nutzer dem Auslesen seines Adressbuchs nicht zustimmt.

Ebenfalls getestet wurden:

Quellen:
«ComputerBild» Ausgabe 5, 2014. * = Deutsche Notenskala: 1 = 'sehr gut' bis 6 = 'sehr schlecht'.
«Stiftung Warentest» Online-Artikel vom 26.02.2014

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