Ferien-Ärger: Die grössten Touristenfallen

Touristenfallen lauern überall. Das zeigen die Erlebnisberichte der «Kassensturz»-Zuschauer aus ihren Sommerferien: Wuchertaxis in Italien, perfide Elektronikhändler an der Strandpromenade, Hahnenwasser zum Bordeaux-Preis und viele andere – Touristenfallen gibt es im In- und Ausland.

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Ferien-Ärger: Die grössten Touristenfallen

7:25 min, aus Kassensturz vom 20.8.2013

Ehepaar betrachtet eine Kamera

Bildlegende: Für diese Kamera bezahlte das Ehepaar im Teneriffa rund fünf Mal zu viel. SRF

Willi und Silvia Wüger aus Romanshorn verbrachten tolle Ferien in Teneriffa. Etwas wird ihnen allerdings immer in schlechter Erinnerung bleiben: Sie tappten in eine perfide Touristenfalle. In einem Elektronikladen an der Strandpromenade kaufte das Ehepaar eine Videokamera, völlig überteuert. Zuvor wurden sie von den listigen Verkäufern stundenlang bearbeitet. «Man gerät in eine Art Panik und will nur noch raus aus dem Laden», erinnert sich Willi Wüger.

Teneriffa: Grosser Beschiss mit winziger Speicherkarte

Am Schluss bezahlt er 853 Euro für die Kamera. Zum grossen Beschiss gehört eine winzige Speicherkarte. Ohne sie funktioniere seine neue Kamera nicht, behauptet der gut deutsch sprechende Verkäufer. Eine glatte Lüge. Die Speicherkarte allein kostet über 500 Franken, dieser Preis liegt 20-fach über dem normalen Preis. «Die haben mich einer Hirnwäsche unterzogen», erklärt Willi Wüger sein Stolpern in die kanarische Touristenfalle.

Insel Elba: Touristenfalle, amtlich bewilligt

Ehepaar diskutiert mit einer italienischen Polizistin

Bildlegende: Da hilft alles nichts: Die unfaire Busse muss bezahlt werden. SRF

Marco Kälin berichtet über eine Touristenfalle auf der italienischen Insel Elba. Im Städtchen Porto Azzuro parkierte der Informatiker seinen Wagen. Für das Parkticket musste er beinahe eine Viertelstunde am Automaten anstehen. Als er endlich zum Auto kam, klemmte prompt eine Busse unter dem Scheibenwischer. Noch auf dem Parkplatz wollte Marco Kälin das Missverständnis klären. Nach langer Diskussion zerriss die Kontrolleurin die Busse, die Angelegenheit schien erledigt. Die dicke Post folgte ein Jahr (!) später, von der «Polizia Municipale Porto Azzurro». Marco Kälin soll 70 Euro Parkbusse zahlen, er kann sich nicht wehren: «Ein allfälliger Einspruch hat in italienischer Sprache zu erfolgen. Lehnt der Richter den Einspruch ab, wird die Busse im Minimum verdoppelt.»

Zürich: Auch in der Schweiz lauern Touristenfallen

Eingang des Café Schober in Zürich

Bildlegende: Im Café Schober bezahlt man für einfaches Wasser ein kleines Vermögen. Keystone

Diese Erfahrung machte Rosemary Amiet aus dem Berner Oberland. Mit vier Freundinnen besuchte sie Zürich. Mittagessen und Dessert gab es im Café Schober. Das heisse Sommerwetter gab Durst, erinnert sich Rosemary Amiet: «Zum Essen bestellten wir Hahnenwasser. Wir tranken einige Karaffen.» Die böse Überraschung folgte beim Bezahlen. Die «Conditorei Péclard im Schober» verrechnete für die ganze Gruppe total 36 Franken nur für das Wasser.

Das Café Schober betont: Das servierte Wasser sei speziell aufbereitet worden. Für Rosemary Amiet macht das keinen Sinn: «Unter aufbereitetem Wasser kann ich mir nichts vorstellen. In der Schweiz gibt es doch so viel gutes Wasser.» Gegenüber «Kassensturz» betont Schober-Inhaber Michel Péclard: «In all unseren Lokalen ist das Hahnenwasser gratis.»

Weitere Touristenfallen gesucht

Haben sie selbst in den Ferien unverhältnismässig viel bezahlt? Oder sind sie über den Tisch gezogen worden? Dann melden Sie uns den Fall! Füllen Sie dieses Formular aus.