Hundetrainer liefert weiterhin keine Belege

Der Zürcher Hundetrainer Daniel Schnell, der zahlreiche seiner Kunden um bezahlte Lektionen gebracht hat, streitet die Vorwürfe gegen ihn ab. Belege bleibt er aber weiterhin schuldig.

Das Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1 hatte im Februar über den Fall berichtet: Hundetrainer Daniel Schnell aus Berg am Irchel im Kanton Zürich hatte sich jeweils mehrere Lektionen im Voraus bezahlen lassen – dann aber ständig Termine abgesagt (Beitrag vom 17.02.15).

Eine Kundin schilderte es so: «Angefangen hat es mit einem Autounfall. Danach war es zu heiss, dann hat er ein Reh angefahren, sich den Fuss verletzt oder er hat abgesagt, weil es regnete.»

Angebliche Bescheinigung für totes Reh

Gegenüber «Blick» sagt Schnell nun, die von ihm angegebenen Gründe für «waren alle wahrheitsgetreu». So habe er immer noch die Bescheinigung des Jägers, den er habe aufbieten müssen, als er das Reh angefahren habe. Vorgelegt hat Schnell der Zeitung diese Bescheinigung a

ber nicht.

Tatsache ist: «Espresso» hatte Daniel Schnell mehrfach und über diverse Kanäle um Belege für seine Absagen gebeten. Solche Belege lieferte er nicht.

Kunden warten weiter auf Geld

Schnell hat mit seinem Gebaren in den vergangenen Jahren mehrere seiner Kunden um hunderte von Franken gebracht. Einige versuchten noch, Geld für die ausgefallenen Lektionen zurück zu verlangen, gaben aber irgendwann auf, nachdem Daniel Schnell auf Anrufe, SMS oder E-Mails nicht mehr reagierte. «Espresso» kennt mehrere Kunden, die noch heute auf ihr Geld warten.