In japanischen WC-Schuhen in den Fettnapf getrampt

Je ferner ein Land und seine Kultur uns sind, desto grösser die Gefahr, als Tourist in ein Fettnäpfchen zu treten. Auf einen «Espresso»-Beitrag über Peinlichkeiten in China antworten Hörerinnen mit Blamage-Warnungen für Japan.

Einer der grossen Japan-Fettnapf-Klassiker wartet auf der Toilette auf Touristen. Dort stehen Plastikschuhe bereit, die man auf dem WC tragen soll – und eben nur dort. Eine «Espresso»-Hörerin berichtet: «Ich trampte mit diesen komischen Schuhen in die Wohnung. Die Gastgeber waren irritiert, das war peinlich.»

Lob als Beleidigung

Vor solchen Peinlichkeiten kann einen eine Reiseleiterin schützen, allerdings droht hier eine andere Fettnapf-Gefahr. Eine «Espresso»-Hörerin lobte die Arbeit der Reiseleiterin, beleidigte sie damit aber offensichtlich. Die Tochter der Schweizer Touristin kannte den Grund: «Für Japaner ist es selbstverständlich, dass sie für den Gast das Beste geben!»

Geschenke alleine auspacken

Beschenkt ein Japaner eine Europäerin, ist das zwar schön, aber auch heikel. Denn auch hier kann es peinlich werden. Japaner entschuldigen sich oft schon bei der Übergabe des Geschenks, es sei nichts Interessantes.

Für ihn kann es peinlich werden, wenn das Geschenk nicht gut ankommt. Deshalb gilt in Japan: Geschenke nicht vor den Augen des Schenkenden auspacken.

Aber: Auch für Japaner Fettnapf-Gefahr

In der Schweiz herrscht Fettnapf-Gefahr für Japaner. Sie seifen sich neben der Badewanne ein, waschen sich und setzen sich erst danach ins heisse Wasser. In der Schweiz ist das ungünstig: Hier fehlt der Abfluss im Badezimmerboden…

Fettnapf gesucht

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