Softshell-Jacken: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die sogenannten Softshell-Jacken werden immer beliebter und sind praktisch für jedes Wetter gemacht. In einem «Kassensturz»-Test wurden diese Kleidungsstücke genauer unter die Lupe genommen. «Espresso» verrät, worauf Sie beim Kauf einer solchen Jacke achten sollten.

Drei Puppen mit Softshell-Jacken sind künstlichem Regen ausgesetzt.

Bildlegende: Die Softshell-Jacken mussten während dem Test so einiges beweisen. SRF

Softshell-Jacken können bei jedem Wetter getragen werden. So verspricht es zumindest die Werbung. «Kassensturz» wollte es aber genau wissen und hat zehn verschiedene Modelle dieser Jacken in der Empa St. Gallen untersuchen lassen. Die Kleidungsstücke wurden dort allerlei Strapazen ausgesetzt.

Nur eine Jacke erfüllte alle Testkriterien

Der Test hat gezeigt: Eine gute Softshell-Jacke zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie atmungsaktiv ist. Dazu sollten sie robust, elastisch und weich sein. Und natürlich müssen sie warm geben. Ebenfalls eine wichtige Eigenschaft: Die Jacken müssen wind- und wasserdicht sein, zumindest gegen die ersten Regentropfen.

Unter den getesteten Jacken waren bekannte Marken, aber auch Eigenmarken von Grossverteilern. Die Preise variieren zwischen 90 und 400 Franken. Der Test hat schnell ans Licht gebracht: Nicht alle Jacken halten ihre Versprechen. «Kassensturz»-Redaktor Philippe Odermatt erklärt: «Gerade einmal eine einzige Jacke hat alle Testkriterien erfüllt und wurde somit auch Testsieger. Es handelt sich um eine Jacke der Marke Arcteryx, und sie kostet 400 Franken.»

Alle anderen Jacken haben Mängel aufgewiesen. Trotzdem haben drei Jacken noch das Testurteil «gut» erhalten. Darunter ein Modell, das lediglich 130 Franken kostet.

Angaben auf Etiketten stimmen oft nicht

Wer eine solche Softshell-Jacke kaufen möchte, der sollte sich vorher Gedanken machen. Philippe Odermatt rät: «Vor dem Kauf sollte man sich auf jeden Fall überlegen, wofür genau man die Jacke verwenden will: Brauche ich sie lediglich zum Spazieren oder doch eher für schweisstreibende Aktivitäten? Je nach dem sollte man dann die Dicke der Jacke wählen.»

Was der «Kassensturz»-Redaktor während seiner Recherchen ebenfalls festgestellt hat: Man darf nicht alles glauben, was auf der Etikette beziehungsweise im Büchlein am Reissverschluss steht: «Die Etiketten oder Büchlein sagen, was die Jacke alles können sollte. Allerdings beschreiben sie oft jeweils das ganze Sortiment einer Marke und nicht das einzelne Modell.»

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb ein Fachgeschäft aufsuchen und sich dort beraten lassen. Man muss wissen, dass es zwei Arten von Jacken gibt – mit und ohne Membran im Jackeninneren. Diese Membran lässt den Wasserdampf durch, weist aber Wind und Regen ab. Jacken mit einer solchen Membran sind in der Regel teurer. Jacken ohne Membran sind sehr atmungsaktiv und etwas günstiger im Preis.

Ein hilfreicher Tipp

Ob die Jacke eine Membran hat oder nicht, sollte nicht im Büchlein nachgelesen werden. Wie bereits erwähnt, stimmen diese Angaben oft nicht. Doch es gibt einen einfachen Trick. Philippe Odermatt erklärt: «Am besten hält man sich die Jacke mit der Aussenseite vor den Mund und beginnt zu pusten. Spürt man die Luft auf der Innenseite der Jacke, ist sie nicht winddicht, hat also keine Membran.»