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Familie und Freizeit Weniger Geld von Jugend+Sport: «Wo bleibt die Wertschätzung?»

Der Bund hat angekündigt, die Beiträge für Sport-, und Freizeitvereine zu kürzen. Pfadfinder, Fussballer, Turnerinnen müssen ab August 2015 mit einem Viertel weniger Beiträgen aus dem Topf des Förderprogramms Jugend und Sport (J+S) auskommen. Freizeitvereine hoffen auf eine schnelle Korrektur.

Legende: Audio Weniger Geld von Jugend+Sport: «Wo bleibt die Wertschätzung?» abspielen. Laufzeit 05:19 Minuten.
05:19 min, aus Espresso vom 30.03.2015.

Thomas Rosenblum ist dreissig Jahre alt und seit über zwanzig Jahren begeisterter Pfadfinder. Sein Pfadiname lautet «Phoenix». Für ihn ist die Pfadi eine Lebensschule: «Zum ersten mal in einem Lager, zum ersten mal weg von zuhause, zum ersten mal alleine den Schlafsack ausrollen. Das prägt und fördert jeden Menschen.»

Thomas Rosenblum
Legende: Thomas Rosenblum alias «Phoenix» SRF

Heute noch setzt Thomas Rosenblum einen Tag pro Woche für die Pfadi ein. Im Kantonalverband St.Gallen-Appenzell ist er zuständig für die Betreuung und damit auch die Jugend und Sport-Gelder.

Dass man diesen Zustupf jetzt kürzt, versteht er nicht: «Wir können zwar auch mit weniger Geld etwas Gescheites organisieren. Was mich aber stört ist die fehlende Wertschätzung!»

Zu erfolgreich

Über eine halbe Million Kinder und Jugendliche profitieren jedes Jahr von J+S unterstützten Schul,- und Vereinslager und Trainingslektionen. Als 2012 ein Sportförderungsgesetz verankert wurde, wurden die Beiträge letztmals erhöht.

Das Ziel war, mehr Geld zur Verfügung zu stellen, und die Kinder und Jugendlichen damit für mehr Sportaktivität zu motivieren.

«Nun wurden wir Opfer unseres eigenen Efolgs», sagt Christoph Lauener, Sprecher des Bundesamts für Sport. Das Gesetz lasse eine Kürzung aber ausdrücklich zu. Neu gibt es pro Kind und Lagertag oder Trainingslektion nur noch 5.70 Franken statt 7.60 Franken.

Verschiedene National,- und Ständeräte haben unterdessen Vorstösse gegen solche Kürzungen angekündigt. Sie verlangen, dass der Bund die Finanzierungslücke mit Nachtragskrediten stopft.

«SRF bewegt»

Für mehr Bewegung sorgen nicht nur Pfadigruppen und Sportvereine: Mit einer Aktionswoche im Juni möchte Schweizer Radio und Fernsehen zu mehr Bewegung im Alltag motivieren. Aktiv werden können Sie schon jetzt: Zum Beispiel, indem Sie Ihren Bewegungs-Event im Aktionskalender eintragen. Alle Info unter: «SRF bewegt»

35 Kommentare

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  • Kommentar von Fredy Majoleth, 3902 Glis
    Ich finde es bedenklich, dass unsere Regierung J+S mit einem 1/4 weniger Subventionen unterstützen will! Es geht eben um die Schweizer Jugend und nicht um das Ausland. Da wird nur so mit Millionen (1`3 Milliarden) Gelder der Schweizer Steuerzahler das Ausland unterstützt. Für unsere Jugend und alten Bürger hat unsere Regierung kein Geld. Auch der EU wird das Geld in den "Rachen" gesteckt! Ich schäme mich für unsere Regierung und das geldgierige Parlament!
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  • Kommentar von meier, zürich
    dass die pfadfinder am meisten schreien, ist ja wohl der grösste witz! es handelt sich bei j+s um sportförderung! die pfadfinder etc profitieren seit jahren von einem alten zopf (überbleibsel des militärischen vorunterrichts) und einer unglaublichen parlamentarischen lobby! denn das wissen alle involvierten: was dort betrieben und subventioniert wird, hat mit sport nichts zu tun!!! denen gehörten sogar sämtliche beiträge gestrichen, dann hätte es immerhin für den richtigen sport etwas mehr...
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    1. Antwort von Matthias Hug, Aargau
      Tut mir leid, aber als J&S-Leiter der Cevi kann ich ihnen sagen, dass das nicht so ist. Diese Jugendvereine gehen unter die Kategorie "LagerSPORT & Trekking" und man muss jeden Tag ein gewisses Pensum an Sportstunden absolvieren. Das Programm wird von einem Coach kontrolliert und überprüft, ehe es geklärt wird, ob das Lager J&S-Tauglich ist. Wir haben genau so anrecht auf diese Beiträge, wie andere. Auch Wandern ist Sport.
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    2. Antwort von Christine Stämpfli, Oberwil
      Bitte zuerst den ganzen Bericht GENAU und bis zum Ende anhören, bevor Sie zu einem solchen Rundumschlag loslegen. Wissen Sie zudem, seit wann es den militärischen Vorunterricht NICHT mehr gibt? Pfadi, Cevi, Jubla, Sportvereine... ALLE Verbände mit Jugendförderung sind von der Kürzung betroffen!
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    3. Antwort von meier, zürich
      ich weiss sehr wohl wie das organisiert ist, wie es kontrolliert wird etc. fakt ist: lagersport+trekking ist eine sonderform, extra für die jugendgruppen gebildet, dank eurer lobby, mit dem einzigen ziel, an subventionen zu kommen. ins gefäss jugend+sport passt es aber definitiv nicht! denn sport ist das nicht, verglichen mit allen anderen sportarten die unter j+s laufen!
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    4. Antwort von meier, zürich
      ich habe zu keinem moment angezweifelt, dass die bedingungen von j+s nicht eingehalten werden. aber: ich zweifle die bedingungen von j+s für euer "sondergrüppli" an, das bei j+s nichts verloren hat! @c. stämpfli: sie sagen es: "jugendförderung". genau das macht ihr. es geht aber um "SPORTförderung", grundlage ist schliesslich das "SPORTförderungsgesetz". da sind die jugendgruppen definitiv sehr weit davon entfernt. und im lager habt ihr sonderrecht und müsst nur 2 stunden "sport" machen...
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    5. Antwort von Christine Stämpfli, Oberwil
      Woher kennen Sie, Herr oder Frau Meier, denn das - wie SIE es nennen - "Sondergrüppli" so gut??? Ihre Rundumschläge helfen niemandem, auch den Sportvereinen nicht, die Ihrer Ansicht nach "richtigen" Jugendsport betreiben. Wollen Sie Ihre Energie nicht lieber einsetzen, das EIGENTLICHE Anliegen unserer Sport- und Jugendverbände zu unterstützen?
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    6. Antwort von Wüthrich, Zürich
      Herr Meier, Sie waren wohl noch nie in der Jubla, Pfadi etc. Sonst wüssten sie, wie die Jugend dort gefördert wird. Das bringt def. Mehr als wenn wir die vielen Fussball Auswahlmannschaften fördern, von denen es 1 von 10'000 in die super League schafft.
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  • Kommentar von Erwin Jaberg, Diepoldsau
    Mein Vorschlag: alle Jugendlager dieses Jahr auf dem Bundesplatz durchführen, ohne Anmeldung ohne Bewilligung. Wenn 10 Tausende Kinder und Jugendliche auf dem Bundesplatz Zelte aufstellen würden, wäre sicher auch eine Story für das Ausland, über das Armutszeugnis wie unwichtig uns die Jugend ist. Würde mich interessieren was sie den Kindern sagen warum die Steuerverwaltung ein Fest für eine halbe Million macht, oder warum Millionen für eine Steuersoftware die es nicht gibt ausgegeben wurden.
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