Falscher Euro-Kurs: Postkunden können Rückerstattung verlangen

Wer am letzten Donnerstag um die Mittagszeit bei einer Poststelle Euro kaufen wollte, bezahlte wohl zu viel dafür. Dort wurde nämlich immer noch zum hohen Kurs von 1.228 gewechselt. Die Post verspricht im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» die Rückerstattung der Kursdifferenz.

Ein Postkunde kaufte am Donnerstag um Viertel nach 12 Uhr in seiner Poststelle im aargauischen Wohlen 1000 Euro. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass der Euromindestkurs von der Nationalbank aufgehoben wurde.

Der realistische Kurs war viel tiefer

«Die Angestellte am Postschalter verkaufte mir um 12:13 Uhr 1000 Euro zum Kurs von 1.228. Ich bezahlte also 1228 Franken für die 1000 Euro.»

Erst als er wieder zuhause war, erfuhr er, dass die Nationalbank den Mindestkurs aufgehoben hatte: «Ich ging sofort zurück zur Post und wollte den Kauf rückgängig machen oder einen realistischen Kurs erhalten», sagt der Postkunde gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» auf Radio SRF 1.

Kunden erhalten die Differenz zurück

Der realistische Kurs lag zu diesem Zeitpunkt bei etwa 1.05 Franken pro Euro und er hätte nur 1050 Franken bezahlen müssen. Die Post hatte ihm also rund 180 Franken zu viel verrechnet. «Doch auf der Poststelle sagte mir die Chefin, dass sie nichts machen könne. Der Kurs werde von Bern so vorgegeben.»

«Espresso» fragt bei Postfinance nach. Sprecher Johannes Möri gibt Entwarnung: «Kunden, die nach der Ankündigung der Nationalbank nach 10.30 Uhr am Donnerstag am Postschalter Euro gewechselt haben, bekommen die Kursdifferenz zurückerstattet. Der richtige Kurs hätte bei etwa 1.05 liegen müssen.»

Betroffene Kunden können sich beim Kundendienst von Postfinance melden – laut Johannes Möri reicht es, ein E-Mail oder einen Brief mit dem Beleg zu schicken. Die Adresse: PostFinance AG, Kundendienst, Mingerstrasse 12, 3030 Bern.