Fiese Masche: Phishing-Mails mit persönlichen Angaben

Eine neue Welle von Phishing-Mails überschwemmt die Schweiz in Form eines fingierten E-Mails der Online-Auktionsplattform eBay. Beunruhigend: Das Mail ist personalisiert – inklusive persönlicher Anrede und richtiger Adresse. Experten warnen vor der neuen Masche.

Christian Hildebrand hat kürzlich elektronische Post erhalten von der Auktionsplattform eBay. Das E-Mail hatte eine korrekte Anrede, dazu war seine komplette Adresse angegeben. Beunruhigend, findet Hildebrand und wendet sich an «Espresso», das Konsumentenmagazin auf Radio SRF 1.

«Da es in der Vergangenheit vermehrt zu Missbrauchsfällen mit eBay-Nutzerkonten gab, möchten wir Sie darum bitten, Ihre Nutzerdaten über das angehängte Formular im Anhang zu validieren.»

Und weiter: «WICHTIG: Sollten Sie die Legitimationsprüfung innerhalb der nächsten 5 Tage nicht durchführen, so wird Ihr eBay-Nutzerkonto vorübergehend eingeschränkt!»

Eine neue Betrugs-Masche

Weiter unten findet Christian Hildebrand tatsächlich seine vollständige Adresse. Ganz klar ein neuer Trend, wie Max Klaus von der Bundesstelle für Informationssicherung Melani gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» bestätigt. «Früher wurden anonyme Massenmails versendet, heute versuchen die Betrüger, mit Personalisierung mehr Glaubwürdigkeit zu erreichen.»

An die Adressen kommen die Betrüger auf zwei Wegen: Entweder, indem E-Mail-Konten geknackt und die dort vorhandenen Adresslisten gestohlen werden. Oder aber die Daten werden direkt bei Firmen gestohlen, die Datenbanken mit Kundenadressen führen.

Vorsicht auch bei personalisierten E-Mails

Max Klaus von der Bundesstelle Melani rät deshalb, bei allen E-Mails Vorsicht walten zu lassen, auch bei personalisierten. Wer ein E-Mail für verdächtig hält, sollte kurz bei der Firma nachfragen, die das E-Mail versendet hat. Oder abwarten: Ein seriöses Unternehmen wird sich bei Nichtreagieren des Kunden mit Sicherheit nochmals melden.

«Schredder»

«Schredder»

In dieser Rubrik publiziert «Kassensturz/Espresso» die neusten Betrugs-Warnungen Zum Artikel