Jetzt ein Eurokonto eröffnen?

Wer nach dem Währungsentscheid der Nationalbank Euro kaufen will, muss nicht unbedingt Bargeld beziehen: Er oder sie kann auch Geld auf ein Eurokonto einzahlen. Ein solches Konto ist schnell eröffnet, «Espresso» rät aber, vorher auf Kleingedrucktes wie die Gebühren zu achten.

Die Eröffnung eines Eurokontos ist grundsätzlich so schnell und einfach wie die Eröffnung eines Schweizerfranken-Kontos, sagt Marc Parmentier vom Vergleichsdienst Comparis. Wer alle notwendigen Unterlagen dabei hat und an den Bankschalter geht, kann sofort ein Eurokonto eröffnen und Geld überweisen. E-Banking-Kunden können dies oft sogar online erledigen.

Aufpassen bei Gebühren

Beim Eurokonto sollte man jedoch ein Auge auf die Gebühren halten. Bei den meisten Banken sei die Kontoführung zwar gratis, meint Marc Parmentier von Comparis. Beim Bezug würden zum Teil jedoch Gebühren fällig. «Es gibt Banken, zum Beispiel die ZKB und Raiffeisen, welche beim Bezug am Schalter und am Bankomaten Gebühren verlangen. Da sollte man aufpassen», so Parmentier.

Eurokonto-Zinsen nicht mehr attraktiv

«Die Zinsdifferenz zwischen Euro- und Frankenkonten ist in den letzten Monaten deutlich geschrumpft», sagt Rolf Biland vom Vermögenszentrum VZ. Die Zinsen seien bei Eurokonten nicht mehr viel höher als bei Konten in Franken. «Bei einigen Banken erhält man gar keine Zinsen mehr fürs Eurokonto», sagt auch Marc Parmentier von Comparis und ergänzt: «Es lohnt sich nicht, wegen dem Zins ein Eurokonto zu eröffnen.»

Risiken sind stark gestiegen

Wer jetzt ein Eurokonto eröffne, müsse sich bewusst sein, dass das Risiko mit dem Wegfall der Euro-Untergrenze gestiegen sei, gibt Rolf Biland vom VZ zu bedenken. «Derzeit gibt es mehr Verlustrisiken als in den letzten drei Jahren, als die Untergrenze bei 1 Franken 20 lag.»

Für wen lohnt sich das Eurokonto?

Eurokonten eigenen sich vor allem für Leute, die häufig Euro brauchen: Sei es, dass sie häufig Euro erhalten oder beziehen wollen. Oder aber für Kunden, die auf einen möglichen Anstieg des Euros spekulieren wollen, so Rolf Biland vom VZ.