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Geld Kontaktlos bezahlen: Das Kundeninteresse ist noch klein

Seit einigen Monaten kann man bei Migros und Coop an allen Kassen kontaktlos bezahlen. Das Kundeninteresse ist jedoch verhalten. Der Grund: Die Kunden haben Bedenken wegen der Sicherheit. Zudem ist kontaktloses Zahlen erst mit der Kreditkarte möglich.

Eine Frau hält eine Visa-Karte an ein Lesegerät.
Legende: Kontaktloses Bezahlen: Praktisch ... aber ist es auch sicher? Keystone

Kontaktlos bezahlen – dafür muss man seine Kreditkarte nur kurz an ein Terminal halten, und schon ist der Einkauf getätigt. «Schnell, einfach und bequem» sei die neue Zahlungsart, deshalb haben Detailhändler wie Migros und Coop, aber auch die Kioske, Avec-Läden sowie McDonalds ihre Kassen umgerüstet.

Bei Migros können die Kundinnen und Kunden seit Anfang 2014 an allen 8‘500 Kassen kontaktlos bezahlen. Dennoch ist das Interesse noch verhalten. Erst ein kleiner Teil der Konsumenten nutzt das Angebot, wie Migros gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» auf Radio SRF 1 bestätigt. Auch der Blick in die Statistik bestätigt: Die Schweiz liegt beim kontaktlosen Bezahlen im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld. «Bei den Kreditkartenzahlungen sind bei uns immerhin bereits 20 Prozent kontaktlos», so Benedikt Zumsteg, Leiter Kundenmarketing beim Migros-Genossenschafts-Bund.

Sicherheitsbedenken der Kunden

Die Gründe, weshalb erst wenige Kunden im Laden kontaktlos bezahlen, sind mannigfaltig. Häufig hätten die Konsumenten Bedenken wegen der Sicherheit, so Benedikt Zumsteg vom Migros-Genossenschafts-Bund. Bisher seien jedoch keine Beschwerden oder Missbrauchsfälle bekannt geworden. «Unabhängig ob beim kontaktlosen oder beim herkömmlichen Bezahlen mit der Kreditkarte, steht die Bank bei einem Missbrauch für den Schaden gerade», versichert Zumsteg.

Mit EC-Karte noch nicht möglich

Ein weiterer Grund, dass erst wenige Kunden kontaktlos bezahlen, ist, dass dies im Moment erst mit Kreditkarte möglich ist. Zudem sind erst rund 60 Prozent der Kreditkarten mit dieser Technologie ausgerüstet. «Sobald das mit allen Kreditkarten und auch mit der Debitkarte funktioniert, werden massiv mehr Leute auf kontaktlos umsteigen», ist Benedikt Zumsteg von der Migros überzeugt.

Was halten Sie davon?

Haben Sie auch schon kontaktlos bezahlt? Oder haben Sie Bedenken? Erzählen Sie uns Ihre Meinung und Ihre Erfahrungen auf den «Espresso»-Telefonbeantworter: 0848 37 77 37

7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    Zum Thema Sicherheitsbedenken: es wär interessant, was der Chaos Computer Club, der in Sachen RFID bester Ansprechpartner ist, zu sagen hat... Denn schon bei der ePass-Einführung wurde gezeigt, wie leicht man eine Karte __KOPIEREN__ kann, indem man das ausliest, was der Kartenchip mitteilt und den Inhalt auf einen leeren RFID-Chip schreibt, den man dann anstelle der Originalkarte nutzt... Die Frage ist: kann man dies auch mit Kreditkarten machen? Ein "Follow up" wär eine feine Sache...
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  • Kommentar von Magda Link, Brixen
    Also für mich klingt das alles ein bisschen zu unsicher. Stell dir vor jemand kommt an deine Karte!!! Dann muss der ja nicht mal ein Pin eingeben und kann einfach so bezahlen. Nein nein, ich bleib bei meiner yuna card - die ist prepaid und da kann wirklich nichts schief gehen!
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Man braucht nicht einmal mehr die Karte selber. Schon beim e-Pass mit dem RFID-Chip zeigte sich, das es reicht, den Chip auszulesen, und die so erhaltenen Daten (von Person a) auf eine neue RFID-Karte zu schreiben; geht Person b dann mit so einer durch einen "Pass-Checker" am Flughafen, erkennt das Prüfgeret "Person a", obwohl Person a den RFID-pass noch bei sich hat... Die Frage: geht das auch bei Kreditkarten-Chips, und warum liest man bisher wenig über Schutzmöglichkeiten (wie Cryptalloy etc)
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  • Kommentar von s. Zulauf, Chur
    Ich nutze kontaktloses Bezahlen. Dies ist nur möglich bei Beträgen bis max. Fr. 39.95. Zudem habe ich eine niedrige monatliche Limite. So hält sich der Schaden bei einem allfälligen Missbrauch in einem engen Rahmen. Übrigens: Sie werden nicht gezwungen, kontaktlos zu bezahlen. Die bisherigen Zahlmöglichkeiten mit PIN-Code gibt's weiterhin (auch für Beträge unter Fr. 39.95).
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