Sie haben geerbt, aaaaber…

Ein seriös wirkendes Schreiben einer Kanzlei verspricht Ihnen Fr. 33‘652.30. Zuerst sollen Sie aber 70 Franken bezahlen, erst dann gibt es die Belohnung. Solche Schreiben gehören direkt in den Shredder!

Brief

Bildlegende: Raffinierter Bschiss - Ein Schreiben für den Schredder SRF

Man muss es den unbekannten Gaunern zugestehen: Raffiniert vorgehen, das können sie. Kein einziger Schreibfehler, ein schlicht gestalteter Briefkopf – das Schreiben könnte durchaus echt sein.

Allerdings ist der Absender, die Kanzlei «Miller&Spencer», frei erfunden. Und auch die Begründung, weshalb man plötzlich über 30‘000 Franken geschenkt bekommen soll, tönt reichlich abenteuerlich.

« «Sie sind eine der Begünstigten aus dem millionenschweren Nachlass unseres Klienten! Da der Verstorbene keine Angehörigen hat, hat er noch zu Lebzeiten ein Computerprogramm entwickelt, das eine bestimmte Anzahl Personen auf der ganzen Welt auswählt.» »

Bevor man nun den hohen Betrag erhalte, müsse man noch etwas Klitzekleines erledigen, schreibt die Kanzlei weiter. Es liegt ein Formular bei, welches ausgefüllt werden soll.

« «Als Ehrerweisung an den Verstorbenen werde ich die 7 goldenen Regeln für ein glückliches und erfolgreiches Leben befolgen und bitte daher um deren Zusendung. Ich entrichte dafür lediglich den Obolus von Fr. 70.-» »

«Espresso» kennt den optimalen Aufbewahrungsort für derlei Post: Ab in den Shredder damit.