Was die Postfinance-Banklizenz für Kunden bedeutet

Am 26. Juni erhält die Postfinance die Banklizenz und wird zur drittgrössten Bank der Schweiz. Damit verliert sie die Staatsgarantie. Geht die Postfinance Konkurs, muss der Bund nicht mehr alles zahlen. Kein Grund zur Panik, aber gut zu wissen.

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Ab Ende Juni wird der Schutz abgebaut. Sollte dann der schlimmste Fall eintreffen, steht der Bund nur noch für maximal 100‘000 Franken pro Kunde gerade.

Man könnte also sagen, das Geld bei der Postfinance ist ab Ende Juni weniger sicher. Allerdings gelten dann die gleichen Bedingungen wie für die meisten anderen Banken in der Schweiz.

Sicherheit der Post

Bei der Postfinance sagt Sprecher Alex Josty: «Die Postfinance ist ein sicheres Unternehmen.» Urs Birchler, Professor für Bankenwesen der Universität Zürich meint, absolut sicher sei in der heutigen Krisenzeit keine Bank.

 Er relativiert aber: «Der Bund als Eigentümer würde die Postfinance im Krisenfall wohl sowieso auffangen. Die Staatsgarantie ist insofern irgendwie doch noch da»

Geld verteilen

So oder so rät Urs Birchler, man solle nicht alles Geld bei der gleichen Bank anlegen. «Am besten ist es sogar, wenn man pro Bank weniger als 100‘000 Franken anlegt.»

Postfinance-Sprecher Alex Josty kontert: «Wir haben sowieso nur wenige Kunden, die mehr als 100‘000 Franken bei uns haben.»

Die Postfinance sei und bleibe eine Bank für Leute mit kleinem und mittleren Vermögen. Aus diesem Grund wird es auch weiterhin möglich sein, in Poststellen kleinere Bankgeschäfte zu tätigen.

Alles beim alten?

Überhaupt soll sich für die Kunden der Postfinance praktisch nichts ändern. Die Kosten und auch die Zinssätze bleiben gleich. Trotzdem ist es ratsam, die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchzulesen.