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Gesundheit Im Kampf gegen zu viel Antiobiotika: Arnika für Schweizer Kühe

Ein St. Galler Projekt kämpft gegen Antibiotika-Rückstände im Fleisch und der Milch. Kühe und Schweine werden mit komplementär-medizinischen Methoden behandelt. Offenbar mit Erfolg: Der Kanton St. Gallen hat das Projekt für den Nachhaltigkeitspreis der Internationalen Bodenseekonferenz nominiert.

Legende: Audio Im Kampf gegen zu viel Antiobiotika: Arnika für Schweizer Kühe abspielen. Laufzeit 4:50 Minuten.
4:50 min, aus Espresso vom 06.08.2014.

Vor gut zwei Jahren wurde im Kanton St. Gallen das Projekt «Kometian» gegründet. Angemeldete Landwirte können via Telefon Rat von einem Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker holen. Dabei wird vor allem auf Homöopathie gesetzt. Das Ziel: Den Tieren soll möglichst wenig Antibiotika verabreicht werden.

Skepsis über unmittelbare Wirkung

Der Tierarzt-Besuch auf dem Hof könne in vielen Fällen eingespart werden, sagt Projektleiter Werner Ammann. Bislang habe «Kometian» über 1000 Beratungen gemacht und sicher in einigen Hundert Fällen den Antibiotika-Einsatz verhindert.

Der St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche ist betreffend der Wirkung von Homöopathie zwar skeptisch. Dennoch habe dieses Projekt Vorteile, sagt er gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» auf Radio SRF 1. Der Bauer müsse die Tiere ganz genau beobachten. Das wirke sich sicher positiv aus. Fritsche betont aber, dass es auch Grenzen gebe. In schwerwiegenden Fällen müsse immer ein Tierarzt in den Stall.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach Bl
    Tiere welche genügend Auslauf haben und gut gepflegt werden, brauchen keine Antibiotika. Falls sie einmal Krank werden, heisst es noch lange nicht, dass Antibiotika, die richtige Medizin ist. Eine Unsitte ist, dass den Tieren zur Vorbeugung solche Mittel verabreicht werden. Langsam merkt es auch der Mensch, die Krebs Erkrankungen nehmen sprunghaft zu. Das Gift in allen Lebensmittel zeigt nun seine Wirkung. Aber eben, Billig muss alles sein. das Denken kommt nachher, wenn es zu spät ist.
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  • Kommentar von Adrian Schneider, Zürich
    Nimmt mich mal wunder, wie die Skeptiker den angeblichen Plazebo-Effekt hier erklären wollen? Gut werden auch solche Berichte in den Medien veröffentlich. Viel zu oft wird die Homöopathie von nicht wissenschaftlichen "Wissenschaftlern" dogmatisch abgelehnt. Vielleicht schaffens ja die Veterenär-Homöopathen den "Angst-vor-dem-Unerforschtem"-Medizinern die Augen zu öffnen. Wissenschaftlich ist nur wer Unklares nicht kategorisch als unmöglich ausschliesst!
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    1. Antwort von D. Thrum, Zürich
      a) Der Plazebo-Effekt ist auch bei Tieren sehr gut nachgewiesen. b) Es geht nicht um Angst vor dem Unerforschten. Als ob jemand etwas dagegen hat, dass das Zeug funktioniert. Es geht darum, dass Homöopathie absoluter Blödsinn für jeden Mensch mit auch nur einem Hauch von Ahnung von Biologie/Chemie. Dazu muss man nicht mal Wissenschaftler sein. Die Kühe einfach nicht zu behandeln würde wohl genauso gut funktionieren. Wie man so schön sagt: Ohne Chügeli geht ne Grippe ne Woche, mit nur 7 Tage.
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    2. Antwort von Adrian Schneider, Zürich
      @D.Thrum: a) Wie/Wo/Wann wurde das bei Kühen nachgewiesen? b) Wer sagt denn, dass Ihr Hauch von Biologie/Chemie-Ahnung aller Tage Abend ist? Vielleicht, lachen wir beide über den heutigen Wissensstand in 20 Jahren? Wäre doch wünschenswert, wenn unser Wissen erweitert würde und wir nicht auf Dogmen sitzenbleiben? Leider geht das aber nur, wenn wir wissenschaftlich "open-minded" sind und nicht kategorisch alles was wir nicht verstehen als Zitat:"..absoluter Blödsinn.." abtuen.
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